Besorgnis um Datenschutz entsteht oftmals im Zuge von technologischer Innovation und den Veränderungen, die damit einhergehen. Auch das Internet befördert neue Ängste rund um den Datenschutz – vor allem in Deutschland. Hier steht Google Street View symbolisch für die Beziehung zwischen Technologie und Datenschutz. Deutschlands Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner sagte dem Focus, dass Street View eine “flächendeckende Foto-Aktion” sei und nicht weniger “als eine millionenfache Verletzung der Privatsphäre”. 2010 wurde ein Auto von Google Street View in Deutschland mutwillig zerstört. In Österreich bedrohte ein 70-jähriger Mann ein Auto mit einer Hacke. Eine Comedy-Sendung des deutschen Fernsehsenders ZDF veröffentlichte eine Parodie über eine neue Dienstleistung: “Google Home View”. Auf einem Forum der Grünen in Berlin – ich war einer der Teilnehmer – fragte einer der Zuhörer nur halb scherzhaft, ob die Historiker der Zukunft dieser Epoche die Schuld geben würden, dass Deutschland eine digitale Ruine sei; vergleichbar mit den Bomben der Alliierten im Zweiten Weltkrieg, die ganze Städte in Trümmerlandschaften verwandelten.
Wann ist das Private privat?
Nun kommen wir aber zum deutschen Paradox. Die Deutschen lieben ihre Saunen und ich inzwischen auch. Überall ist man nackt; überall findet man beide Geschlechter. Man schwitzt und duscht und faulenzt nackt zusammen herum. Ganz ungezwungen, ganz normal. Deutsche schwimmen und liegen nackt am Strand. Sie sonnen sich manchmal öffentlich in Stadtparks. Sie haben kein Problem damit, sich ihrer Kleidung zu entledigen. All das machte mir klar, dass die Deutschen auf alles und die Privatsphäre eines jeden Rücksicht nehmen – ausgenommen ihre eigenen Körper. Hinter dieser einfachen, ironischen Beobachtung versteckt sich eine allgemeine Frage: Warum ist das Private privat? Warum sind wir Amerikaner so auf die Privatsphäre unserer Körper bedacht, die Deutschen aber nicht?
Als ich in meinem Blog über dieses deutsche Paradox schrieb, lieferte Tilmann Hanitzsch in seinem Kommentar eine provokante Erklärung dafür, warum seine deutschen Mitbürger sich eher weniger öffnen: “Uns fehlt die Kultur, unser Wissen zu teilen. Wir haben die asoziale Einstellung, jeden Teil unseres Wissens als Wettbewerbsvorteil zu betrachten, den wir lieber für uns selbst behalten … Hattest du Erfolg? Bleib ruhig, sonst provozierst du nur Neid. Hast du einen Fehler gemacht? Wie peinlich. Darüber sprechen? Um Himmels willen, nein! Wir haben keinen Anspruch auf eigene Fehler, sondern wiederholen die Fehler der anderen.”
Digitale Ökonomie
Doch die geschlossene, industrielle Ökonomie, die Deutschland seit der Erfindung des Buchdrucks so gut kennt, wird ersetzt durch eine offene, digitale Ökonomie. Doch die Begeisterung des Internets für Offenheit und Öffentlichkeit hat Deutschland immer noch nicht ganz erobert. Ein Beispiel: Bloggen – und das unverblümte Teilen von Meinungen und Lebenseinstellungen, die es ermöglicht – hat sich hierzulande nie so richtig verfangen wie in vielen anderen Ländern. Ich habe die 2000 Teilnehmer der re:publica-Blogging-Konferenz gefragt, ob ich vor allen Bloggern Deutschlands stehen würde. “Vor der Hälfte”, rief einer lachend. In den USA gibt es Millionen.
Sie sehen, dass Öffentlichkeit viel mehr ist, als auf Twitter das Öffnen des Frühstückseis zu bewerben, Ihre Meinungen in einem Blog zu veröffentlichen, Ihren Körper in einer Sauna zu zeigen oder die Vorderseite Ihres Hauses auf Street View. Es geht um die grundsätzliche Einstellung einer Gesellschaft zu Risiko, Fortschritt, Wandel, Offenheit, Transparenz, Zusammenarbeit, Erfolg und Versagen.
The European veröffentlicht Auszüge aus dem Text von Jeff Jarvis im Rahmen der Medienpartnerschaft mit der DLD-Konferenz 2011.
Leserbriefe
- 1
- 2




















Bei diesem Google Unfug reicht es bei mir nicht für einen Leser – BRIEF. Mein einziger Wunsch ist, zu erfahren, wer eigentlich diesem Quatsch frönen soll und wer daran fleißig verdient. Wenn wir schon einmal dabei sind, es bleibt abzuwarten, bis ein Handy das Frühstück für einen Besitzer einnimmt. Der Mensch verblödet mit zunehmender Geschwindigkeit, wobei es Kreise gibt, die es genau darauf anlegen.
ja,ja die Deutschen verblöden. Das sind auch Sie und ich
Die deutsche Konsequenz
Wohl müssen wir in der Informationsgesellschaft unser Verhältnis zum Privaten überdenken – wie auch unser Verhältnis zu Öffentlichkeit. Diese reicht in digitaler Zeit eben weiter als bis zur Rasenkante der Liegewiese oder zur Saunatür und sie fällt im Internet enem auch nicht mehr der Gnade des Vergessens anheim.
Die Zurschaustellung des eigenen mehr oder weniger bekleideten Körpers mag ein ästhetisches Problem sein, ein Privatsphärenproblem ist sie nicht. Im Gegenteil, was manchem paradox erscheinen mag, ist meist das Ergebnis einer bewussten Überlegung, die berücksichtigt, wer davon Kenntnis erhält und ob und wer diese Information gegebenenfalls verwenden kann. Nicht jeder, der offenherzig auf der Wiese liegt, ist auch mit einem Foto dieser Situation einverstanden, schon gar nicht, wenn dieses später im Internet landet.
Die Deutschen verfügen seit dem Volkszählungsurteil 1983 über das verfassungsmäßig garantierte Recht, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung ihrer persönlichen Daten zu entscheiden. Es ist alles andere als paradox, wenn dieses Recht auch eingefordert wird. Ein Teil der Skepsis und des Widerstands gegenüber Google Streetview erklärt sich daher sicher auch aus dem Gefühl, dass sich Google mit der Drei-Meter-Perspektive der Kamera ungefragt ein Stück Privatsphäre aneignet.
Es geht, und das mag ein deutsches Phänomen sein, ums Prinzip. Vorliegend eben, selbst zu entscheiden, wem ich was preisgebe. Im Zweifelsfall wird dies dann auch mit deutscher Konsequenz verfolgt. Nicht verwunderlich im Übrigen nach den Erfahrungen mit zwei totalitären Systemen, in denen die Privatsphäre systematisch beschnitten, missachtet und missbraucht wurde. Paradox ist dies nicht.
Welchen Nutzen bringt mir Google Street View, Twitter oder Facebook? Doch keinen offensichtlichen. Die Betreiber verdienen mit meinen Daten.Will ich das?Früher sind wir vor dem Fernseher verblödet, Heute verblöden wir vor dem Monitor unseres PCs.Der Umgang mit realen, greifbaren Freunden wird auf ein Minimum reduziert, weil die Betreiber wollen das wir unsere Wertvolle Freizeit im Net verbringen.Reale Dates fallen weg weil man keine Zeit mehr dafür hat, man ist ja auf Twitter oder Facebook verabredet ist.Lebt man nicht auf diese Art gilt man als Rückständig, dem Neuen nicht aufgeschlossen. Also ich persönlich ziehe einen Abend mit meiner Frau, einem guten Rotwein und Musik dem Internet vor.
Was ist das Problem an Google Street View? Wo ist der Unterschied zwischen einem Passanten, der sich mein Haus ansieht, und einem Wagen von Google? Stehen die Herren Kommentatoren den lieben, langen Tag vor ihrem Haus und mahnen jeden ab, der einen Blick auf ihren Vorgarten wirft?
Augenscheinlich.
Können Sie wirklich keinen Unterschied feststellen? Wenn ja, suchen Sie sich bitte einen anderen Platz für Kommentare. Google kalkuliert mit Recht die Naivität der Betroffenen ein. Zu Ihrer Information, unsere Politriege handelt nach gleicher Methode wie Google. Nur zu…
O tempora, O mores
Wo sind wir nur hingekommen,
früher war die Welt in 2 geteilt.
Westen und Osten
Heute in Exhibitionismus und Voyeurismus.
Der I-Ging hat seinen Ursprung ungefähr im Jahr 770 v. Chr., also mehr als 2500 Jahre alt, und da kann man schon lesen:
Wer auf dem Turm ist, kann nicht nur weit sehen, sondern wird auch vom weiten gesehen.
Die Grundeinstellung ist bedingt durch eine Frage: Wofür steige ich auf dem Turm?
Um gutes zu tun, um schlechtes zu tun, etc., oder weil mir nichts anderes übricht bleibt?
Haben wir heute, die Möglichkeit in der Gesellschaft zu leben, ohne Opfer und ohne Täter zu sein?
Denn dies ist eine Grundvorraussetzung der Demokratie. Gesetz, Recht und Richter regeln das Miteinander leben.
Doch wer macht die Regeln? Haben wie noch Wahlfreiheit? Können wir noch Nein sagen?
Sind die Richter, Politiker, etc. vorbereitet, um so schnell wie es die Quantenphysik verlangt, zu entscheiden, zu handeln und zu wirken, um ihren rechtlichen willen in der Gesellschaft durchzusetzen, um die Verfassung und jeden einzelnen Bürger mit seinen Grundrechten zu beschützen, wobei sie über Erfolg und Versagen der Bürger entscheiden?
Denn Ich und sie kennen einen US-Präsidenten Namens Bush, für den umgebrachte Zivilisten “unerwünschter Nebeneffekt” ist, obwohl er zugegeben hat betrogen zu haben, um einen Krieg anzufangen, um sich mit seinen Freunden und ein paar Firmen zu bereichern, während er sein eigenes Volk bis zum heutigen Tag ,mit seinen Tea Party Handlungen, verarmt, genießt er Straflosigkeit.
Es ging ganz schnell um die Welt “Massenvernichtungswaffen”, mit ihren Wirkungen.
Heute haben wir mehr Möglichkeiten uns zu kommunizieren, aber dies beduetet nicht, daß die Wahrscheinlichkeit der Komunikation steigt, denn es gibt den Rufnummer-identifizieren, -sperren-Taste, fehlt nur noch die Funktion “nicht erwünschte Anrufe” und “Freundenkreis” – Rufnummern.
Vom Twitter, etc. kann man ausgeschlossen werden, wenn jemanden unsere Meinung nicht gefehlt. Im Blog oder anderen Webseiten, gibt es Sponsors gibt, die auch eine Grenze setzen, die nicht umbedingt dem Recht oder dem Grundgesetz entspricht.
Unsere Meinungsfreiheit ist solange gesichert, bis es wirtschafliche verschiedene Gesellschaftsgruppen gibt.
Sobald eine Gruppe alleine die Macht ergreift, ist die Demokratie aus. Monopol, Globalisierung, Tyrannei.
Wettbewerbsvorteil oder Angst vor der Vergangenheit?
Offen oder zu
Einer macht den Fernseher aus.
Ein anderer macht zapping.
Der andere schaut nur ein TV-Kanal.
Wer von den 3 ist geschlossen, wer von den 3 ist eine Offene Person?
Der 1. schließt sich der TV-Progarmierung. Und öffnet sich der Welt außerhalb des Fernseher, anderen Aktivitäten.
Der 2. schließt sich in seiner angenhemen Gefühlswelt ein, und schließt alles was er nicht mag oder unangenehme Gefühle erzeugt aus.
Er Öffnet sich anderen TV-Kanäle.
Der 3. Schließt sich in 1 TV-Kanal ein, öffnet sich aber den unangenehmen Gefühlen, Gefühlswelt und den Sachen/Programmen die er nicht mag.
Es gibt kein geschlossen es gibt kein offen, es gibt nur die Wahl.
Divide et Impera, alles Fachidioten die in ihrer Thermosflasche wohnen? Thermosflaschen-Lager.
Stellen sie sich vor sie haben einen ”kleinen Mann im Ohr”, und können ihn nicht abstellen. . .
ein Radio ohne Abstellknopf, daß war woll jemand ohne Kopf
Zitiere: “…Und deshalb, besteht die Gefahr das wahre Erlebnis auszuschließen, weil die Essenz des Erlebnis nicht unseren Erwartungen entspricht ….”
“Immer diese Amateure die alles verderben.”
Ha, Ha, Ha, . . .
Warum lachst du?
1. Weil ihr Amateure seit, die alles verdorben haben.
Und ihr?
2. Weil er ein Amateur ist, und euch alles verdorben hat.
Und ihr?
3.Ich, ich lach einfach mit, damit niemand merkt, daß ich nicht weiß worum es geht. Bloß nicht auffallen.
Wissen oder Ignoranz teilen, daß ist hier die Frage.
Ich denk dabei auch an meine Rechtschreibfehler und GrammAtiG, deren Ursache manchmal auch die Eile ist.
Google Street View vor dem Polizeirevier, wäre nicht schlecht. . .
wer erinnert sich an “Der Staatsfeind Nr. 1”, ungewollt Zeuge werden, da können sie sicher sein, daß sie ihre geliebte Welt für immer verlieren werden. Nie wird es wieder wie vorher sein. Nie! Aber wollen im Informations-Schwarzmarkt reich werden.
Kein Wunder! “V”alkyrie=”W”alkuere DIN A-2=A.uswärtiges A.mt, hart durgreifen Streithahn Welle. A0=Graf Spee Argentinien.
Lassen sie sich nicht einschüchtern, lasssen sie sich nicht betrügen und verirren. Verteidigen sie das Grundgesetz und uns Bürger.
Das erwarten alle Bürger von ihnen. F.reiesD.eutschlandPro Memoria.