Steuersenkungen durchzusetzen ist finanzpolitisch derzeit absolut unseriös. Wolfgang Thierse

Bücher haben ausgedient

Elektronische Lesegeräte verleihen Büchern einen neuen Stellenwert. Sie zentralisieren Wissen, weil man seine Gedanken zu den Stoffen abspeichern kann und somit immer bei sich hat.

Wenn wir über die Emotionalisierung des Internets sprechen, dann müssen wir auch auf die elektronischen Lesegeräte eingehen: Txtr, Kindle, iPad sind hier an erster Stelle zu nennen. Das iPad verlangt – wie jede Maschine – einen relativ hohen Grad an Selbstorganisation, um es optimal einsetzen zu können. Der Kindle, den ich seit einem Jahr nutze, macht es wegen des geringeren Funktionsumfangs einfacher.

Deine Gedanken sind jederzeit abrufbar

Ich habe bereits mehr als 40 Bücher auf dem Gerät gelesen und stelle fest, dass dieses Gerät, auch wenn es weniger Funktionsumfang hat, doch sehr nützlich für mein Leben geworden ist. Es zentralisiert mein Wissen aus den Büchern an einem Ort und erlaubt es mir, die Notizen, die mir zu einem bestimmten Zeitpunkt wichtig waren, gleich mit abzuspeichern. Das stellt für mich einen hohen Mehrwert da, den ich bei gedruckten Büchern nicht habe. Diese Maschine sagt mir: Du hast diese Bücher gelesen und hier sind deine Gedanken dazu, jederzeit abrufbar.

Der gedruckte Text wird lebendiges Wissen

Ein klassisches Buch hatte für mich immer nur während des Lesens einen Wert, meine Gedanken zu den gelesenen Themen waren nicht speicherbar, nicht frei verfügbar. Bücher bekommen einen ganz anderen Stellenwert, weil die investierte Zeit nicht mehr “verloren” ist, die Ergebnisse des Lesens und “Darübernachdenkens” sind jederzeit an jedem Ort reproduzierbar. Man kann das Neuerlernte wesentlich besser teilen und mit anderen diskutieren. Aus dem gedruckten Text wird lebendiges Wissen, das immer abrufbar bleibt.

Ich bin sehr gespannt, wie das iPad andere Bereiche des Lebens wie z. B. das Spielen oder das Video-Ansehen verändert wird. Es ist jedoch wichtig, dass man das iPad so einrichtet, dass man selbst davon profitiert.

Leserbriefe

  • Theeuropean-placeholder
    Sachar – 06.05.2010 - 13:26

    Ein Manko aber gibt es: Du kannst ein elektronisches Buch nicht verschenken. So banal es klingt, in meinen Augen ist das ein gigantisches Problem.

  • Theeuropean-placeholder
    Ibrahim Evsan – 06.05.2010 - 13:52

    Sachar, das stimmt. Aber auch das wird sich sehr bald regeln. Ich denke, die Kreativität fängt jetzt an.

  • Theeuropean-placeholder
    – 06.05.2010 - 13:54

    Warum sollten man ein elektronisches Buch nicht verschenken können? … mit einem “wisch” fliegt das Buch aus meinem iPad in deins! Das Ganze wird dann angelehnt an “The Bump App for iPhone”. Wenn Kinder das mit den Pokemon hinbekommen, dann die Erwachsenen mit dem iPad schon lange :)

    Beste Grüße und sehr guter Artikel.
    Kim

  • Theeuropean-placeholder
    Thomas Wanhoff – 06.05.2010 - 13:57

    Das iPad hat noch einen anderen Vorteil, nämlich das fehlende Multitasking. Somit bleibe ich lieber beim e-Book oder Magazin, und werde nicht abgelenkt von ankommenden Twitternachrichten und Mails. Ich schätze das derzeit sehr.

  • Theeuropean-placeholder
    Sachar – 06.05.2010 - 14:03

    Thomas, dieser Vorteil lässt sich schnell ausradieren: durch das stets präsente iPhone. :-)

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