„Nur weil in einer Herde von Schafen eines schwarz ist, ist nicht gleich die ganze Herde schwarz.“ Bernd Heinrich Graf
Der Publizist Dr. Hugo Müller-Vogg ist Autor mehrerer Gesprächsbiografien, u. a. über Angela Merkel („Mein Weg“), Christian Wulff („Besser die Wahrheit“) und Horst Köhler („Offen will ich sein und notfalls unbequem“). Kolumnist für „BILD“ (Berlin intern) und „Superillu“ sowie Kommentator des Nachrichtensenders N24. Von 1988 bis 2001 Herausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Von 1977 bis 1984 FAZ-Wirtschaftsredakteur, anschließend USA-Korrespondent. Er studierte Volkswirtschaftslehre und Politik in Mannheim und Wien.
Zuletzt aktualisiert am 14.03.2012
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Der Super-GAU ist ausgeblieben: Auch wenn die CDU in NRW Federn lässt, sitzt Kanzlerin Merkel weiter fest im Sattel. Mit Norbert Röttgen ist ein weiterer potenzieller Nachfolger aus dem Rennen und ihre Politik auf Bundesebene wird nicht infrage gestellt.
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Die Liberalen feiern in Schleswig-Holstein ihre Auferstehung. Doch Kanzlerin Merkel dürfte das neue Selbstbewusstsein der FDP mit gemischten Gefühlen betrachten.
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Bundespräsident Wulff hat die moralische Rolle seines Amtes angenommen, jetzt muss er sie auch ausfüllen. Auch wenn er früher bereits Integrität bewiesen hat, reicht dieses Mal keine Erklärung. Wulff muss sich entschuldigen.
Den Gang zum Scheidungsanwalt wählt nur, wer bereits das Auge auf jemand anderen geworfen hat. Doch genau deshalb wird sich Schwarz-Gelb über die Zeit retten: Es mangelt schlicht an Alternativen zur aktuellen Hassliebe von Union und FDP.
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Guido Westerwelle wird qua Amt auch weiterhin das Gesicht der FDP bleiben. Ob sich Philipp Röslers junge Garde dagegen durchsetzen kann, hängt von zwei Faktoren ab: Können die Liberalen Erfolge innerhalb der Koalition verbuchen und den Wähler an der Urne überzeugen?
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Die Wahl in Baden-Württemberg kennt viele Verlierer (CDU/CSU, FDP, SPD und Linkspartei) und nur einen klaren Sieger (Die Grünen). Zeit für eine neue Vermessung der deutschen Parteienlandschaft.
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Bei so viel ausgiebiger Kritik an Doktor a.D. zu Guttenberg muss ein Einwurf erlaubt sein. Der Medienforscher Professor Dr. Lutz Hachmeister mag den Verteidigungsminister zu Recht kritisieren, ein Blick in dessen Vergangenheit offenbart jedoch Erstaunliches.
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Hamburg hat gezeigt: Absolute Mehrheiten sind nicht unmöglich - und auch die FDP ist nicht so abgeschlagen, wie es die Bundespolitik andeuten mag. Doch Hamburg ist letztlich nur eine Kommunalwahl. In Berlin wird erst nach den nächsten Regionalwahlen im März abgerechnet.