Man erinnert sich: Ein Arzt führte die Präimplantationsdiagnostik (PID) durch. Das war ohne Zweifel eine Straftat. Warum hat eigentlich kein Staatsanwalt Anklage erhoben? Warum musste sich der Straftäter selbst anzeigen? Sind eigentlich Arztpraxen mitunter strafverfolgungsfreie Räume? Nur weil es ihm nicht genug war, unbehelligt von der öffentlichen Hand Straftaten durchzuführen sondern sein Bemühen war, dass seine Straftat künftig als Wohltat herhalten muss, hat er sich selbst an die Öffentlichkeit gezerrt. Und der Bundesgerichtshof war willens – obwohl doch § 1 des Embryonenschutzgesetzes eindeutig mit einer Strafe von bis zu drei Jahren bedroht, wer einen Embryo zu „einem nicht seiner Erhaltung dienenden Zweck“ verwendet. Und nun folgte dem auch noch der Deutsche Bundestag.
Juristische Rolle rückwärts
Was ist geschehen? Im Grunde räumte der Bundesgerichtshof mit einem auch in evangelisch-kirchlichen Kreisen weit verbreiteten Rechtsirrtum auf. Wie eine Monstranz trägt man seit Langem die zugegebenermaßen wohlklingende Formulierung vor sich her, dass man im Zuge einer Schwangerschaft „das Kind nicht gegen die Mutter schützen“ könne. Aber dass man dann einem ungeborenen Kind außerhalb des Mutterschoßes mehr Rechte gewähren müsse als einem von der Mutter umschlossenen, leuchtete den Berufsrichtern nicht ein. Und so wurde die „Gleichberechtigungsrolle rückwärts“ eingeübt. Weil ein behindertes Kind im Mutterleib nicht wirksam vom staatlichen Schutzmantel erfasst werde, könne man das auch nicht bei einem möglicherweise behinderten Kind in der Petrischale tun. So wird das Unrecht der Tötung ungeborener Kinder im Mutterleib, die der Gesetzgeber schon lange duldet bzw. erlaubt und meist aus öffentlichen Kassen finanziert („rechtswidrig aber straffrei“ bei gesunden Kindern; „rechtmäßig“ bei behinderten Kindern, weil in solchen Fällen ohne wirkliche Prüfung eine medizinische Indikation angenommen wird) zur Norm auch für künstlich erzeugte Wunschkinder.
Und weil es wohl keinen Weg gibt, dieser Logik nicht zu folgen, muss man auch kein Prophet sein, um schon heute klarzustellen: Die jetzt geltenden scheinbar engen Ausnahmegenehmigungen für straffreie Durchführungen der PID werden auch keinen langen Bestandsschutz haben, weil sie noch immer enger gefasst sind als die Praxis massenhafter Kindestötungen ungeborener Kinder. Also: Die nächste Gleichberechtigungsrolle rückwärts steht schon vor der Tür.
Wissenschaftlich ist aber längst klar: Menschliches Leben beginnt mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. Danach entwickelt sich der Mensch als Mensch, nicht erst zum Menschen. Darum ist auch das Reden vom „werdenden“ Menschen falsch. Und darum ist auch klar, dass für alle Menschen, ob im Mutterleib, in der Petrischale, im Alten-, Pflege- oder Behindertenheim, auf der Intensivstation oder im Sterbebett, die in Artikel 1 des Grundgesetzes festgestellte „Würde des Menschen“ gilt. „Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“
Die Würde des Menschen ist unantastbar
Darum habe ich kein Verständnis dafür, dass ein solcher Beschluss möglich war und ist. Selbst dem juristischen Laien steht doch klar vor Augen, dass die Würde des Menschen nicht teilbar ist. Sie gibt es nur brutto. Die Verfassungsväter haben zudem klargemacht, dass dieser Artikel unabänderlich ist, mit der Absicht, das Deutsche Volk ein für allemal davor zu schützen, mit Mitteln demokratischer Entscheidungen neue Wege der Missachtung des Lebensrechts für alle Menschen zu gehen, auch nicht im Zeichen medizintechnischen Fortschritts.
Eigentlich hätte der Bundestagspräsident diese Beschlussfassung gar nicht zulassen dürfen. Aber es gibt ja noch den Bundespräsidenten. Er sollte sich jetzt seiner Verantwortung bewusst sein und dieses menschenunwürdige Gesetz nicht unterschreiben. Denn auch er ist ein Teil der staatlichen Gewalt, die dem Artikel 1 und nicht der Mehrheit des Parlaments verpflichtet ist. Menschlich ist das zurzeit die letzte Hoffnung, das nötige Stoppschild dem weiteren Abwärtstrend der Unkultur des Todes entgegenzuhalten.
Leserbriefe
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Da können wir ja von Glück reden das unser Bundestagspräsident und unser Bundespräsident wissen, das wir nicht in einem christlichen Gottesstaat leben sondern in einer Demokratie in der Mehrheitsbeschlüsse zählen und nicht die Aufassung bigotter Selbstdarsteller.Wenn Herr Steeb mit der Rechtsprechung in unserem Lande nicht einverstanden ist, warum wandert er da nicht nach den USA aus und schliesst sich dort einer christlichen Gemeinschaft an die seiner Wertevorstellung entspricht? Bei 10 Kindern gehe ich mal davon aus das er auch seine Verhütung dem Herrn überlässt. Herr Steeb, wenn sie schon Gott vorschicken, sollten sie sich auch an seine 10 Gebote halten. Sie verstossen in ihrem Artikel gleich gegen 2, du sollst nicht lügen, du sollst nicht falsches Zeugnis abgeben. Es wird kein Wiedererstarken der kirchlichen Macht, wie im Mittelalter geben. Im Übrigen ist Glaube reine Privatsache. Überlassen sie die PID den betroffenen Eltern, denn nur die müssen sich mit Gott, wenn es denn einen gibt, arrangieren.
Was sollen diese antireligiösen Auslassungen und Polemiken?
Der Text argumentiert doch gar nicht religiös.
Ich dachte übrigens immer, dass in “unserer” Demokratie nicht alles der Verfügungsgewalt von Mehrheitsbeschlüssen überantwortet ist. Oder wie verstehen Sie Artikel 79 Abs. 3 GG?
Der Text argumentiert entlang der von Ihnen so gegen “Bigotterien” verteidigten Rechtsprechung und nicht mit Gott wie Sie behaupten… wann fangen Sie an zu argumentieren?
Herr Streeb bezieht sich auf unsere Verfassung und findet, dass der Beschluss nicht im Einklang mit dieser steht.Sind Sie anderer Meinung? Dann begründen Sie es doch bitte. Mich würde interessieren, was Sie dazu zu sagen haben.
Nebenbei, du sollst nicht lügen ist kein Gebot des Dekalogs. Zumindest kein Zweites neben der Sache mit dem falschen Zeugnis ablegen …
@Herr o nyoo
Niemand redet bei einem Zellhäufchen von 8 Zellen ( ausser die Kirche ) von einem Embryo oder gar menchlichen Leben. Und an einem dieser 8 Zellen wird die PID durchgeführt, nicht wie hier behauptet wird an einem Embryo. Hier wird das Recht auf Krankheit, Menschenunwürdigkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung verlangt. Denn das ist es doch was behinderte und schwerstbehinderte von unserer Gesellschaft erwartet.Fragen sie doch mal Eltern schwerstbehinderter Kinder was sie getan hätten, hätten sie die Möglichkeit der PID gehabt. Das für mich nicht Fassbare an dieser Debatte ist, das sich Leute zu Wort melden die nicht die geringste Ahnung davon haben was es heist 24 Stunden am Tag jemanden zu Pflegen. Kein Job, kein Urlaub, kein Privatleben usw.Dann kommen solche Leute aus Politik und Kirche, die Sozialleistungen kürzen, Pflegeleistungen streichen und erzählen einem etwas von Moral Recht und Ethik.Bigotter geht es nicht mehr.
Lieber Herr Kohl.
Ich finde es schwierig wenn Sie Ihre persönliche Meinung mit solch einer Vehemenz als objetive Tatsachen hinstellen.
Sprache kann das Denken verderben .. und wenn sie bei acht Zellen von einem “Zellhäufchen” sprechen, wann fangen Sie denn an von einem “Menschen” zu sprechen, auf den Sie Artikel 1 GG anwenden würden?
Sie schreiben – “Niemand redet bei einem Zellhäufchen von 8 Zellen ( ausser die Kirche ) von einem Embryo oder gar menchlichen Leben.” …
Naja, was sagen Sie hierzu? … “Als Embryo im Sinne dieses Gesetzes gilt bereits die befruchtete, entwicklungsfähige menschliche Eizelle vom Zeitpunkt der Kernverschmelzung an, ferner jede einem Embryo entnommene totipotente Zelle, die sich bei Vorliegen der dafür erforderlichen weiteren Voraussetzungen zu teilen und zu einem Individuum zu entwickeln vermag.” … Nicht von der Kirche Herr Kohl, sondern das ESchG §8 Abs.1 definiert hier – also der Gesetzgeber.
Ich kann mir vorstellen, dass es eine besondere Bürde ist, ein schwerstbehindertes Kind zu betreuen/pflegen, aber wer fragt denn das Kind. Hier wird in Ihrer Argumentationweise immer vorausgesetzt, dass es klar wäre, dass auch das Kind sich gegen das eigene Leben entscheiden würde.
Und diese Anmassung finde ich gelinde gesagt absurd.
Und warum immer diese Seitenhiebe auf die Kirche? Wo genau bestimmen Kirchenamtsträger oder Laien über die höhe von Sozial-/Pflegeleistungen?
Ich erkenne Ihre Stoßrichtung nur finde ich Ihre Argumente, wenn sie denn einmal durchschimmern nicht überzeugend.
Freundlichst o-nyoo
Der Mensch entwickelt sich als Mensch, nicht erst zum Menschen. Nach der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle gibt es nach naturwissenschaftlicher Erkenntnis keinen Zeitpunkt, in dem man menschliches Leben beginnen lassen könnte. Davon geht übrigens auch das Embryonenschutzgesetz aus, dass sich zu lesen lohnt, übrigens damals interfraktionell verabschiedet. Welche Gründe gibt es, diesen Konsens hinter sich zu lassen?
Schon mal überlegt, warum die großen Behindertenverbände klar gegen PID sind?
Wirklich interessant, dass auf diese Argumente keiner der Gegner gegen meinen Artikel eingeht. Ach wie schön wäre es, wenn man wirklich diskutieren statt emotionalisiert ablehnen würde.
Lieber Herr Kohl,
wie gewohnt argumentieren Sie emotional überschämend, doch wissensarm.
Das Ihnen beim Thema Religion alle Sicherungen durchglühen weiß man inzwischen. Liegt es vielleicht daran, dass Sie mit Ihrem antireligiösen, hier vor allem antichristlichen Reflex, nur zeigen wie schwer erträglich Ihnen Ihr Unglaube in Wahrheit fällt?
Schade, dass Sie anstelle von Argumenten Polemik wählen.
Bravo Herr Kohl!
Besser hätte ich es auch nicht formulieren können!
@Lore Reß
besuchen sie mal wieder wkw.
Solche Artikel ziehen ja immer. nd sind so schön einfach zu schreiben.
Warum? Weil – soweit ich weiß – sich bisher keine der vehement verteidigten Positionen, ab wann ein Mensch ein Mensch sein soll, so weit im Mainstream durchsetzen konnte, daß sie als allgemein anerkannt gelten kann und weil die jeweiligen Argumentationen schlußendlich auf willkürlichen Prämissen beruhen.
Da kann sich auch die Kirche nicht rausreden (jnd ja, die Argumentation des Artikels ist eine religiöse…. was nicht heißt, daß andere weniger willkürlich wären).
Ich bin für die PID, weil nach meiner ganz persönlichen Definition acht Zellen kein Mensch sind und weil sich dadurch ggf. viel Leid verhindern ließe (Religiösen bieten sich hier gleich mehrere Punkte, um eifrig dagegenzuhalten: “wer weiß denn ob schwerst mehrfach behinderte Kinder mit dauerhaften Schmerzen und einer Lebenserwartung von ein paar Monaten wirklich leiden”; “das ist doch nur Egoismus der Eltern, die ein pflegeleichtes Kind wollen”; “Leid hat einen eigenen Wert” (wird gerne von Spaemann und seinen Jüngern gebracht), und wenn gar nix mehr geht “Gott will es so”).
Es kann durchaus sinnvoll und erhellend und sogar spaßmachend sein, diese Problematik mal wirklich zu diskutieren. Aber dazu müßten sich die Diskutanten auf eine Metaebene begeben und eventuelle eigene (irrationale) Beweggründe, eine der bekannten Meinungen zu vertreten, von außen betrachten.
Und das sehe ich hier ganz und gar nicht. Habe ich aber noch in keinem Onlineforum zu irgendeinem Artikel dieser Art gesehen.
Solche Artikel lösen im Grunde nur vorprogrammierte Schlag-Gegenschlag-Kaskaden aus, mit zunehemnd steigender Trolligkeitsdichte (das letzte Post von neon-golden ist da exemplarisch, finde ich).
Artikel wie dieser drängen den Leser dazu, eine Rolle einzunehmen und dabei eine andere abzulehnen (mehr als zwei gibt es nicht). Differenzierung wird erschwert, was aber nicht verwunderlich ist, weil, mal ganz ehrlich: sogenannte “kontroverse” oder, hachje, “politisch inkorrekte” Texte sind weder besonders aufwendig noch besonders “mutig” – das sind eher diejenigen, die ein Thema aus verschiedenen Richtungen betrachten (die kriegen dann auch direkt “Relativist!” und “versteht einer, worauf der hinaus will?” um die Ohren gehauen).
Ganz ehrlich: solche Artikel sind überflüssig. Und ja, ich habe trotzdem drunter kommentiert. Und nein, mit dem Thema des Artikels hatte der Kommentar nicht viel zu tun. Na und?
Dass sich Eltern, die disponiert auf eine Erbkrankheit sind, ein gesundes Kind wünschen, mag allzu verständlich sein.
Aber es kann doch kein Recht auf ein Kind geben, geschweige denn ein gesundes!
Ich vermisse in der ganzen Debatte die Möglichkeit der Adoption als Alternative! Wenn dann entgegnet wird, man kommt ja doch kaum heran an ein Kind, weil der “Bedarf” viel größer als das “Angebot” ist, sollte man die Freigabe des Kindes zur Adoption bei abtreibungswilligen Frauen stärker ins Blickfeld der Beratung stellen. Zudem auch das Adoptionsrecht vereinfachen.
Im Übrigen: Vor Jahren wurde der Art. 3.3 GG extra dahingehend ergänzt, dass Behinderte nicht diskriminiert werden dürfen. Eigentlich war diese Änderung gar nicht nötig, da Art. 1.1. (unantastbare Menschenwürde) und 2.2. (Recht auf Leben) auch behinderte Menschen einschliessen.
Aber es ist doch grotesk, dass sich an der Diskriminierung in der krassesten Form von Tötung sich niemand stört.
Und ja, auch Sie wie ich waren einmal im 8-Zellstadium, oder wollen Sie bestreiten, dass Sie ein Mensch geworden sind?
Freundlich grüßt
Walter Schrader
g
Wenn es kein “Recht auf ein gesundes Kind” geben soll, dann sollte es aber auch keine “Pflicht zum Kind in jedem Fall” geben, meinen Sie nicht?
Was die Entbürokratisierung des Adoptionsrechts angeht, stimme ich Ihnen zu.
Und was den Begriff “Tötung”, angewandt auf 8 Zellen, angeht, werden wir uns nicht einigen können. Wir gehen von unterschiedlichen Prämissen aus, die jeweils zwar sicher ausgefeilt rational mit Argumenten untermauert werden können, diese Argumente werden aber den jeweils anderen nicht überzeugen können, weil die Prämissen selber nicht rational sind – weder Ihre noch meine.
Ich verstehe nicht Ihren 2. Satz: Niemand verpflichtet doch zu einem Kind in jedem Fall!
Deshalb habe ich ja gerade gemeint: alternativ könnte man doch an Adoption denken. Aber wir haben heute generell die irrige Vorstellung – alles ist möglich, koste es, was es wolle – auch das Leben “anderer”!
Als Christ sage ich – Gott schenkt uns das Leben, nur ihm steht es zu, es auch zu nehmen. Das trifft am Ende für “aktive Sterbehilfe” zu, die abzulehnen ist (okay, ein ganz anderes Thema), wie auch Abtreibung, die stets eine Tötungshandlung ist und auch die “Selektion” eines achtzelligen Embryos.
Im Übrigen, ich habe im OP einer Frauenklinik gearbeitet und Abtreibungen (leider!!!) miterlebt – etwa ab 7. Woche: Da ist alles dran, wer sollte mich überzeugen, dass dies noch kein Mensch ist. Auch der “Achtzeller” müsste nur noch wachsen und ist dann auch ein Mensch.
Herr Steeb ist Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz; sein Verein vertritt in Sachen PID die gleichen Standpunkte wie die katholische Kirche.
Religionen vertreten stets nur die Partikularinteressen ihres eigenen Zusammenschlusses. Die christlichen Kirchen sind seit ihren Anfängen stets gegen jede menschliche Selbstbestimmung, die sie hämisch “Selbstbemächtigung” nennen, Sturm gelaufen.
Ihr Totalitätsanspruch wird ohne Rücksicht auf Verluste aufrecht erhalten. Es ist eine logische Unverschämtheit (und Dummheit) in Verkennung jeder wissenscahftlichen Erkenntnis, die eigene Ignoranz als göttliches Gebot zu überhöhen.
Die Evangelische Allianz ist ein fundamentalistischer Zusammenschluß von religiösen Ignoranten – ebenso die katholische Kirche.
Beide Konfessionen haben seit je gewütet gegen sozialen, politischen, medizinischen, kulturellen und wissenschafftlichen Fortschritt. Ihr Kinderglauben an eine göttliche Autorität erlaubt es Menschen nicht, ihr Leben selbstständig und selbstbewußt zu gestalten. In nie nachlassender diktatorischer Absicht will man alle Menschen unter die Knute der Religion zwingen. Auch noch im 21. Jahrhundert.
Herr Steeb und ebenso der katholische Klerus glauben fest daran, daß ihre christlichen Religionen die Erfinder der Menschenwürde und der Menschenrechte sind. Das ist weder historisch noch anthropologisch der Fall. Menschenrecht und Menschenwürde mußten den Religionen in bittersten Kämpfen abgetrotzt werden.
Der Katholizismus, wie sein ungeliebter Ableger, der Protestantismus (und ihre Sekten) interessieren sich nicht für die Menschenwürde, sondern nur für die Würde ihres erfundenen Gottes. Vor ihm liegen die Gläubigen auf den Knieen und fordern auch noch im 21. Jahrhundert, daß alle anderen sich diesen sadomasochistischen Anbetungsritualen unterwerfen. Das dabei entstehnde Leid wird stilisiert als metaphysische Mitgift des Menschen. Das Christentum ist eine 2000 Jahre alte Maschinerie der menschlichen Leidvermehrung. Übrigens ist es mit dem Islam nicht anders, damit wir uns recht verstehen!
Die ewige Angst, man könne einen erfundenen Gott beleidigen, das ewige Menetekel-Geschrei der Christen beruht auf einer kleinkindlichen Abhängigkeit von einem Phantasiefreund, der sich ausgerechnet unseren kleinen Planeten im riesigen Welltall ausgesucht hat, um hier durch kleinliche Vorschriften, die nicht wirlkich zu befolgen sind, seine Großartigkeit zu beweisen.
Die Evangelische Allianz wie der gesamte Protestantismus in schönster Einigkeit mit dem Katholizismus, betreiben eine fortwährende Abwertung der menschlichen Intelligenz und Schaffenskraft.
Bei dem Geschrei um die PID geht es letztendlich um die Deutungshoheit der christlichen Kirchen über alle und alles. Das darf sich ein humanistisch gesinnter Mensch nicht mehr gefallen lassen.
Leider aber zeigt die Kriecherei unserer Parlamentarier, die z.B. nicht einmal wagen, der Rede des papstes im Bundestag fernzubleiben, wie verstrickt die Politik mit den menschenfeindlichen Religionen noch ist. Der Bundespräsident, ein verkappter Evangelikaler, macht da keine Ausnahme! Es ist eine geistige Schande, daß die Kirchen noch immer Macht haben und daß wir ihnen die Macht lassen!
Ja! Endlich sagt es mal jemand! Lassen Sie uns gemeinsam dieser Tyrannei ein Ende bereiten! Wir nehmen der Kirche ihre Macht und treten die Unterdrücker in den Staub!
Alle Macht den “humanistisch gesinnten Menschen”!
Behauptungen – Meinungen – willkürliche Verknüpfungen und die immer selben Allgemeinplätze …. mir hat nur noch das Spaghettimonster gefehlt. O_o
… woher kommt Ihre Wut lieber wolfgang, der sich in soviel Allzumenschlichem manifetiert?
Ups nicht eingeloggt gewesen. die Sig hat gefehlt … sorry, lieber wolfgang.
Grüße.
o-nyoo
Schon mal überlegt, wer die ersten Schulen, Universitäten, Krankenhäuser, Waisenhäuser, das Rote Kreuz gegründet haben?
Wir müssen als Christen nicht angeben. Es gab und gibt leider auch viele Fehlentwicklungen und Fehleinschätzungen. Aber dass sich Christen für die Menschheit und eine humane Entwicklung eingesetzt haben und bis heute einsetzen, kann man nicht ernsthaft bestreiten wenn man die Geschichte studiert.