Er arbeitete immer zwischen Politikwissenschaft und -praxis, war in dem einen mal mehr, in dem anderen mal weniger. Doch er war immer voll mit dabei und auf der Höhe der Zeit. In einer spannenderen Zeit hätte Gerd Langguth nicht Bundesvorsitzender des RCDS sein können. Langguth war es von 1970 bis 1974. In der Legislatur 1976 bis 1980 war er Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Weitere wichtige Ämter folgten. Heute lehrt Gerd Langguth an der Universität Bonn und schreibt über die Machthaber in Berlin, so etwa Biografien über Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident a.D. Horst Köhler.
Zuletzt aktualisiert am 26.08.2010
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Gauweilers Niederlage mag ein Triumph für Seehofer und eine Absage an den Populismus sein. Doch die Anzahl seiner Unterstützer weist auf ein Brodeln in der Basis hin – es ist nur eine Frage der Zeit, bis es auch Berlin erreicht.
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Ein Ende der Koalition ist nicht im Interesse der Union oder der FDP, Schwarz-Gelb wird bis 2013 halten. Doch das eigentliche Problem liegt woanders: Der Regierung fehlen die Ideen. Saft- und kraftlos wird verwaltet, ohne aktiv zu gestalten.
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Kanzlerin Merkel wird die Niederlage im CDU-Stammland Baden-Württemberg überleben, auch wenn sie die Schlappe auch auf ihre Kappe nehmen muss. Bis 2013, zur Bundestagswahl, muss sie den Wählern eine klare und nachvollziehbare Haltung zur Atomfrage präsentieren.
Das schwarz-grüne Experiment in Hamburg ist gescheitert. Doch die Idee einer Zusammenarbeit von Union und Grünen ist nicht am Ende. Machtpolitik zählt mehr als inhaltliche Programmatik. Wenn die Wahlergebnisse passen, werden sich beide Parteien zusammenraufen.
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Die Grünen sind zurück. Fünf Jahre nach der Abwahl der rot-grünen Koalition überflügelt die einstige Sponti-Partei den ehemaligen Regierungspartner. Die Grünen stehen für politische Modernität und den Willen nach Veränderung. Die alte Dame SPD wird's nicht freuen. Denn der grüne Erfolg geht auf die Kosten der Sozis.
Kanzlerin Merkel droht ein Desaster, wenn sie ihre Arbeit nicht grundlegend ändert, prophezeit der Politologe Gerd Langguth im Interview mit The European. Weshalb Umweltminister Röttgen nicht nur Freunde in den eigenen Reihen hat und warum Seehofer sich zu Unrecht als zweiter Franz Josef Strauß aufführt, lesen Sie im Gespräch. Das Interview führte Alexander Görlach.
Die erdrutschartigen Verluste der CDU in Nordrhein-Westfalen müssen aufgearbeitet werden. Doch neben der CDU ist auch Guido Westerwelle der große Verlierer der Wahl. Kanzlerin Angela Merkel wird es jetzt einfacher haben, in Berlin zu regieren.
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Die Deutschen lieben Horst Köhler in seiner Rolle als Anti-Politiker. Sein Einfluss auf die politische Klasse tendiert allerdings gegen null. Noch vier Jahre ist Köhler im Amt, für Regierung und Opposition verschwindet er bereits jetzt in der Bedeutungslosigkeit.