„Da muss man kein Mathematiker sein, da reicht Volksschule Sauerland, um zu wissen: Wir müssen irgendetwas machen.“ Franz Müntefering
Er studierte Geschichtswissenschaften in Tübingen und Dublin und beschäftigt sich mit Fragen der medialen Wahrnehmung von Politik und der Funktionalität politischer Systeme. Keisinger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Abgeordneten Christian Lindner im Deutschen Bundestag.
Zuletzt aktualisiert am 20.01.2011
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Die Idee vom Parteienspektrum ist ein Trugschluss. Der linke und rechte Rand liegen oftmals nahe beisammen. Der Vorsitzende des Zentralrates der Juden hat die Linkspartei nicht zu Unrecht für ihren latenten Antisemitismus kritisiert. Ein Weg nach vorne: Das israelische Existenzrecht muss ins Parteiprogramm der Genossen.
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Innovation entsteht aus Chaos – in diesem Sinne interpretiert bedeutet Fukushima nicht nur menschliches Leid, sondern auch Hoffnung. Nämlich die auf einen schnellen Ausstieg aus der Risiko-Technologie. Gut möglich, dass Deutschland mit der Energiewende Vorreiter eines globalen Bewusstseinswandels ist.
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Nach Schulzeitverkürzung, Bologna-Reform und Aussetzung der Wehrpflicht erleben wir einen Wandel der Bildungsbiografien. Das könnte Auswirkungen auf die Bevölkerungsentwicklung haben. Stehen wir am Beginn einer demografischen Wende?
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Für viele Politiker ist der Doktortitel vor allem ein Schritt auf der Karriereleiter. Doch die Doppelbelastung von ehrlicher Dissertation und Mandat ist kaum zu bewältigen. Und es geht auch anders: Weder Adenauer noch Brandt hatten das Dr. vor dem Namen. Große Staatsmänner waren sie trotzdem.
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Die Geschichte der deutschen Sozialpolitik ist eine Geschichte des Kompromisses – trotz aller tagespolitischen Querelen steht es den Parteien gut zu Gesicht, sich daran zu erinnern.
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Es sind nicht die Parlamente, die nicht funktionieren, es sind vielmehr gehemmte Parteien, die Schuld am Unmut sind. Die Parlamente abzuschaffen hieße, das Kind mit dem Bade auszuschütten.