Es sind die Bürger, die dem Staat die Einschränkung ihrer Freiheitsrechte zugestehen. Sebastian Blumenthal

Florian Josef Hoffmann

Florian Josef Hoffmann

Florian Josef Hoffmann, geboren am 20. Juli 1946, ist Rechtsanwalt mit den Spezialgebieten Wirtschaftsrecht und Kartellrecht. Seit 1981 ist er in Düsseldorf niedergelassen, seit Mai 2008 Leiter des dortigen European Trust Institute. Nach der Wende war er Präsident der IHK Ost-Thüringen zu Gera. Hoffmann ist Autor diverser Bücher und Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften, er bezeichnet sich selbst als „Lobbyist für ein kartellfreundlicheres Wettbewerbsrecht".

Zuletzt aktualisiert am 17.12.2017

Debatte

Der Siegeszug des modernen Sozialismus

„Straßenfeger“ hießen einst die Fernseh-Krimis, die die Nation von der Straße holten. Das waren die Geburtsstunden der Bildschirmabhängigkeit, das Ende der Langeweile in der Provinz. Doch das ist lange her. Inzwischen sitzen die Produzenten und Sender immer öfter in dieser sprichwörtlichen Provinz. Und das hat Folgen.

Debatte

Eine richtige soziale Marktwirtschaft als Alternative für Deutschland

Eine „richtige soziale Marktwirtschaft“? Wieso das denn? Haben wir bis jetzt eine falsche? Und warum verzichten zum Beispiel Menschen aus pekuniären Erwägungen heraus auf das Kinderkriegen – und das in einem der reichsten Länder der Erde? Fragen über Fragen. Nur: wie lautet die Antwort?

Debatte

End of Hype

Welcher Hype ist denn da zu Ende? – Sie werden sich das angesichts der Überschrift sicher fragen. Es ist der Hype der Existenzgründer und der Start-Ups, es ist der Hype der ökonomischen Hoffnungsträger. Es ist der Hype der Illusionen in den Köpfen unserer Politiker, die immerfort riefen: „Wir brauchen mehr Existenzgründer!“ Amerika ist uns ja immer ein paar Jahre voraus. So auch hier.

Debatte

Wie man die Katastrophe doch noch verhindert

Nein, die Jagd nach Schnäppchen, das Shopping zur Frustbekämpfung hilft uns in Europa nicht mehr. Die Welt ist aus den Fugen. Wir sehnen uns nach der Rückkehr der politischen Stabilität. Zurecht. Wir Menschen brauchen Halt und wir suchen Halt.

Debatte

Angebot ist nicht gleich Angebot

Eine Urteilsschelte ist eine langweilige Angelegenheit. Weil es sich um die never-ending story von Edeka und Kaiser’s Tengelmann handelt und immerhin um 16.000 Beschäftigte, ist das Interesse etwas größer. Und noch größer ist das allgemeine Interesse, weil sich ein Oberlandesgericht mit einem Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler angelegt hat.

Debatte

„Stimme des Volkes“ gegen „Diktatoren auf Zeit“

Von der Wiener Historikerin Ingeborg Gabriel stammt die Feststellung, dass die Europäische Union ein Demokratie-Defizit habe: Sie sei von Beginn an die Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, kurz EWG, bürokratisch organisiert worden, und bei der Umwandlung zur EU sei den demokratischen Elementen viel zu wenig Raum eingeräumt worden. Ist Europa nun zu einem „Konstrukt hybrider Eurokraten“ verkommen?

Debatte

Out of control

Digitale Revolution? Industrie 4.0? Das war gestern! Demnächst kommt 5.0 – geht gar nicht mehr anders, unsere Kinder und Enkel werden es mit 20.0 und 99.0 zu tun haben. EU-Kommissar Oettinger warnt vor digitalem Hintertreffen gegenüber den USA. Die lautstarken liberalen Datenschützer der 80er und 90er Jahre sind verstummt, Big Data ist ihnen wie ein übergroßer Hamburger im Halse stecken geblieben.

Debatte

Der falsche Prophet

Symbolischer könnten die Geschehnisse nicht sein. Was in den beiden Weltkriegen die Luftkämpfe zwischen englischen und deutschen Kampffliegern waren, ist heute ein Preiskrieg am deutschen Himmel, in dem hiesige Airlines crashen sollen. „Ich hoffe auf einen Preiskrieg“, sagt Michael O'Leary, Chef des größten europäischen Billigfliegers Ryanair – er prophezeit das Ende von Eurowings und AirBerlin.

Debatte

Soziale Marktwirtschaft als kulturelles Ereignis in der Geschichte

Wir haben eine Soziale Marktwirtschaft. Sie hat eine wirtschaftliche und eine soziale Seite, wie eine Medaille sozusagen. Sie ist ist ordoliberal definiert, wettbewerblich und mit einem starken Staat, der mit einem Kartellverbot private Abreden, vor allem Preisabreden, unterbindet. Die wirkliche Wurzeln dieser Wirtschaftsform sind weitgehend unbekannt. Es gibt sie seit Jahrhunderten.

Debatte

Vorwärts, Kameraden, wir müssen zurück!

Der Preis für Stahl ist weltweit am Boden. Dies ist vor allem einer gigantischen Überproduktion in China geschuldet. Die EU-Stahlerzeuger leiden – warum? Für den Milchmarkt erlaubt die EU zum Beispiel neuerdings wieder Mengen- und Preisabsprachen, also eine Ausnahme vom Kartellverbot. Was hindert nun Brüssel, auch für den Stahlmarkt Kartellabsprachen zuzulassen, ja, vielleicht sogar zu fördern?

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