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Florian Josef Hoffmann

Florian Josef Hoffmann

Florian Josef Hoffmann, geboren am 20. Juli 1946, ist Rechtsanwalt mit den Spezialgebieten Wirtschaftsrecht und Kartellrecht. Seit 1981 ist er in Düsseldorf niedergelassen, seit Mai 2008 Leiter des dortigen European Trust Institute. Nach der Wende war er Präsident der IHK Ost-Thüringen zu Gera. Hoffmann ist Autor diverser Bücher und Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften, er bezeichnet sich selbst als „Lobbyist für ein kartellfreundlicheres Wettbewerbsrecht".

Zuletzt aktualisiert am 19.11.2017

Debatte

„Stimme des Volkes“ gegen „Diktatoren auf Zeit“

Von der Wiener Historikerin Ingeborg Gabriel stammt die Feststellung, dass die Europäische Union ein Demokratie-Defizit habe: Sie sei von Beginn an die Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, kurz EWG, bürokratisch organisiert worden, und bei der Umwandlung zur EU sei den demokratischen Elementen viel zu wenig Raum eingeräumt worden. Ist Europa nun zu einem „Konstrukt hybrider Eurokraten“ verkommen?

Debatte

Out of control

Digitale Revolution? Industrie 4.0? Das war gestern! Demnächst kommt 5.0 – geht gar nicht mehr anders, unsere Kinder und Enkel werden es mit 20.0 und 99.0 zu tun haben. EU-Kommissar Oettinger warnt vor digitalem Hintertreffen gegenüber den USA. Die lautstarken liberalen Datenschützer der 80er und 90er Jahre sind verstummt, Big Data ist ihnen wie ein übergroßer Hamburger im Halse stecken geblieben.

Debatte

Der falsche Prophet

Symbolischer könnten die Geschehnisse nicht sein. Was in den beiden Weltkriegen die Luftkämpfe zwischen englischen und deutschen Kampffliegern waren, ist heute ein Preiskrieg am deutschen Himmel, in dem hiesige Airlines crashen sollen. „Ich hoffe auf einen Preiskrieg“, sagt Michael O'Leary, Chef des größten europäischen Billigfliegers Ryanair – er prophezeit das Ende von Eurowings und AirBerlin.

Debatte

Soziale Marktwirtschaft als kulturelles Ereignis in der Geschichte

Wir haben eine Soziale Marktwirtschaft. Sie hat eine wirtschaftliche und eine soziale Seite, wie eine Medaille sozusagen. Sie ist ist ordoliberal definiert, wettbewerblich und mit einem starken Staat, der mit einem Kartellverbot private Abreden, vor allem Preisabreden, unterbindet. Die wirkliche Wurzeln dieser Wirtschaftsform sind weitgehend unbekannt. Es gibt sie seit Jahrhunderten.

Debatte

Vorwärts, Kameraden, wir müssen zurück!

Der Preis für Stahl ist weltweit am Boden. Dies ist vor allem einer gigantischen Überproduktion in China geschuldet. Die EU-Stahlerzeuger leiden – warum? Für den Milchmarkt erlaubt die EU zum Beispiel neuerdings wieder Mengen- und Preisabsprachen, also eine Ausnahme vom Kartellverbot. Was hindert nun Brüssel, auch für den Stahlmarkt Kartellabsprachen zuzulassen, ja, vielleicht sogar zu fördern?

Debatte

Ist Bonn doch Weimar?

Die Situation damals war eine andere – und die Hauptstadt Deutschlands war auch eine ande¬re. Der Original-Titel eines Buches aus dem Jahr 1968, dem der obige Titel entliehen ist, bezog sich noch auf die rheinische Hauptstadt und lautete „Ist Bonn doch Weimar?“ und hatte den Unterti¬tel „Der Kampf um das Mehrheitswahlrecht“.

Debatte

Gabriel baut um

Der Bonner Rechtsprofessor Zimmer, seit Juli 2012 Vorsitzender der Monopolkommission, ist zurückgetreten. Die hohe Politik, namentlich Bundesminister Sigmar Gabriel, hat seine Fachkenntnis und die „einstimmige Empfehlung“ seiner Behörde betreffend die Superfusion der Märkte von Edeka und Tengelmann vom Tisch gewischt. Was Zimmer augenscheinlich nicht überblickt: es könnte um Größeres gehen.

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