Ideologen sind Leute, die glauben, die Menschheit sei besser als der Mensch. Dwight D. Eisenhower

Lüftet den Schleier

Die Religionsfreiheit allein mag die Vollverschleierung von Frauen erlauben. Aber das Grundgesetz besteht aus mehr Artikeln, die alle zusammen die Burka in einer modernen westlichen Gesellschaft nicht zulassen. Ein Plädoyer für die Komplexität der Freiheit.

Ein Gegeneinander von islamischer und christlicher Welt wurde zum ersten Mal während des 2. Golfkrieges 1991 wahrgenommen. Damals versinnbildlichten George Bush und Saddam Hussein die beiden kulturell-religiösen Pole, Huntington rief den Kampf der Kulturen aus. Damals war ich schon der Ansicht, dass in einer globalisierten Welt der Antisemitismus nicht wieder aufleben darf. Ich glaubte wie so viele, dass der Weg des interreligiösen Dialogs einer des Friedens, der Verständigung und des Ausgleichs sei.

Religionsfreiheit in Deutschland

Aber der interreligiöse Dialog, der nur zwischen Universitätsprofessoren, an evangelischen Akademien und zwischen Islamexperten und Theologen stattfindet, reicht überhaupt nicht aus, weil wir eine viel umfassendere Antwort auf religiös aufgeladene Konfrontationen brauchen. Wir benötigen friedenspolitische, geostrategische und historische Kenntnisse. Ich versuchte damals, bei den Demonstrationen gegen den 2. Golfkrieg und im Europaparlament mit der parteiübergreifenden Fraueninitiative Sheherezade gegen den Krieg, mich auch gleichzeitig klar gegen Saddam Hussein zu positionieren. Bereits damals versuchte ich, eine politische Position zu finden, die die Anerkennung des Staates Israel, seine Existenz und seine Zukunftsperspektiven mit dieser Ablehnung des Krieges verbindet. 

Hier kommen wir von der Weltpolitik in die sogenannten Problembezirke: Man kann die Frage der Integration der muslimischen Migranten nicht von der Frage des Antisemitismus und der Misogynie vieler muslimischer Migranten abtrennen. Beide gehören zusammen.

Ein Problem ist, dass das deutsche Verständnis von Religionsfreiheit eines ist, das gut zu den Zeugen Jehovas, den Juden und allen, die nicht “deutsche Christen” waren, passte. Der Artikel der Religionsfreiheit wurde infolgedessen ins Grundgesetz geschrieben, um die Schwachen und die Friedfertigen zu schützen. Inzwischen wird Religionsfreiheit in der deutschen Debatte aber zu häufig absolut gesetzt und von den anderen Grundrechten abgekoppelt.

Es ist nicht den Traditionen des Grundgesetzes und der europäischen Aufklärung und Demokratie entsprechend, wenn die Religionsfreiheit jetzt über die anderen Freiheiten erhoben wird und einige intellektuelle Frauen meinen, die Burka verteidigen zu müssen. Nach dem Motto: “Das ist ja nur der Westen, der Angst vor dem Islam hat. Die armen Frauen würden zu Hause eingesperrt, wenn man die Burka auf der Straße verbietet, weil sie dummerweise mit einem Mann verheiratet sind, der sie dazu zwingt, die Burka zu tragen.” Das ist ein Verfall der Diskussions- und Denkkultur, die kohärent und auch in komplexen Zusammenhängen denken muss. Es muss daran erinnert werden, dass bis in die 70er Plakate und Filme de facto als “blasphemisch” zensiert wurden. Soll das Rad wirklich dorthin zurückgedreht werden?

Ein Zusammenhang von Freiheiten

Das Grundgesetz ist eine Komplexität von Freiheiten und Pflichten, individuellen Rechten, aber auch von sozialen Rechten, und es versucht, diese in einen Gesamtzusammenhang zu setzen. Beispielsweise sind die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die Versammlungsfreiheit, die Meinungs-, Wissenschafts- und die Kunstfreiheit wichtigere grundgesetzlich garantierte Rechte. In diesem Zusammenhang ist die Religionsfreiheit nicht als Freiheit für fundamentalistische Evangelikale, holocaustleugnende Katholiken oder djihadistische Muslime, sondern nur im Zusammenhang mit der Geschlechtergleichberechtigung, der Meinungs-, Wissenschafts- und Kunstfreiheit denkbar.

Leserbriefe

  • Theeuropean-placeholder
    Pamela FFM – 11.08.2010 - 11:29

    Die Auffassung des Verfassers, dass die Religionsfreiheit im Verfassungsrang niedriger einzuordnen ist als die anderen von ihm genannten Freiheitspostulate des GG im Gnazen, wird dadurch deutlich gestützt, dass es gar keinen eigentlichen Artikel der Religionsfreiheit im GG gibt. Das Wort Religionsfreiheit kommt in ihm an zentraler Stelle auch gar nicht vor.
    Umgekehrt, genau jener Artikel, der die Meinungsfreiheit und die Gewissensfreiheit ohne jede Einschränkung zur Verfassungsnorm erhebt, subsumiert unter sich eben auch die Freiheit, und zwar die negative wie die positive, der Religionsausübung.
    Vor allem eine Religionsausübung , die die Gewissens- und Meinungfreiheit zu unterbinden und einzuschränken trachtet wie der politische Islam mit seinen Scharia-Gottesstaats-Prämissen, kann sich deshalb in keiner Weise auf ein Freies Gewissen herausreden. Das deutsche Grundgesetz kennt dafür sogar ein individuelles Widerstandsrecht für alle seine Rechtssubjekte, insofern die Verfassungsordnung im Ganzen und Prinzipiellen dadurch außerkraftgesetzt wäre.

  • Theeuropean-placeholder
    Ralf Köhl – 11.08.2010 - 11:40

    Liebe Frau Quistorp! Freiheit für die Frau, weg mit der Burka, hört man aus jeder ach so demokratischen Ecke unserer Parteien und Gleichberechtigungsvereinen. Doch wo hat in der von ihnen so gepriesenen demokratischen westlichen Welt die Gleichberechtigung schon stattgefunden?Das die Parteien mit diesem Slogan auf Stimmenfang gehen erscheint mir logisch, das aber Frauen behaupten das wir Gleichberechtigung haben ist eine Selbstlüge.Nicht nur das sie von der katholischen Kirsche unterdrückt werden lassen sie es auch noch zu sich von Zängen von allen Seiten gängeln.Nach Meinung der überwiegend homosexuellen Modezaren müssen sie mindestens 180cm gross sein, dürfen aber ein Gewicht von 50Kilo nicht überschreiten, was noch nicht mal auf 1% der Damenwelt zutrifft. Der von der Modewelt gern gesehene kleine Busen steht im krassen Gegensatz zu dem was die Erotikindustrie propagiert, also her mit dem Silikonimplantat.Die plastische Chirurgie macht nicht mal vor Minderjährigen halt um nach ihrer Meinung nach, Nasen, Lippen, Brüste usw korrigieren zu müssen.Auf der einen Seite kaufen sie im Bioladen ein um sich gesund zu Ernähren, andererseits gehen sie zu geldgeilen Schönheitschirurgen oder schleichen ins Nagelstudio ins Hinterzimmer um sich giftiges Botox gegen Falten spritzen zulassen.Sie sehen, die Gesellschaft gestattet ihnen nicht mal das natürliche Altern.Ist es etwa keine Unterdrückung, das sie nach einem antrengenden Tag im Job Abends noch kochen, das Kind, den Haushalt versorgen sich danach noch in einen Vamp verwandeln müssen, der ihnen zuwieder ist?Kind und Karriere, auch eine Lüge.Es ist nicht eine Frage des wollens, sondern es Bezahlen zu können. Das das nur die Wenigsten können, ist das Verdienst derer die sie garnicht erst in der Arbeitwelt haben wollen, und wenn wir mal ganz ehrlich sind, ohne Quotenregelung wären sie immer noch an Heim und Herd gefesselt. Will Frau Heute ganz oben mitspielen, muss sie im Gegensatz zu Mann auf Familie verzichten, weil irgendwan die Entscheidung zwischen Familie und Karriere ansteht.Wollen sie das ihren islamischen Geschlechtsgenossinen antun?

  • Theeuropean-placeholder
    Wilfried Wöhler – 11.08.2010 - 17:41

    “…um die Schwachen und die Friedfertigen zu schützen”

    Sehr richtig, Frau Quistorp. Bevor man sich auf Religionsfreiheit beruft, wäre es denkbar notwendig zunächst einen Begriff von “Religion” und “Freiheit” zu haben. Selbstverständlich dürfen wir in unserer Gesellschaft niemals nirgendwem die Freiheit geben, andere zu verunfreien. Sollte man Satanisten und Weltuntergangs-Sekten “Religionsfreiheit” einräumen wenn sie sich als “Religion” bezeichnen? Und wären Menschenopfer im Namen der Religion dann auch mit “Religionsfreiheit” zu tolerieren? Der Begriff Religion führt einfach in die Irre, denn es geht um Werte und Normen eines Systems an das man glaubt, und sobald sich eben dieser Glaube, bzw dieses Werte-Sytem und die damit verbundenen Praktiken gegen die körperliche und geistige Unversehrtheit und die Freiheit des Individuums richten, müssen sie verboten und bei Verstoß strafrechtlich verfolgt werden.

    Die Burka und der Niqab, und meiner Meinung nach auch schon die strenge Ganzkörperverschleierung verletzen nicht nur gegen die Menschenwürde der betroffenen Frau indem Sie gezwungen oder indoktriniert wird, sondern sind auch ein eindeutiges Kennzeichen dafür daß derjenige oder diejenigen die sich so kleiden und ihre Familien Anhänger des politischen Islams sind, selbst wenn im Koran keine Silbe über Burka-Schnittmuster steht. Und der politische Islam ist nunmal unvereinbar mit unserem Wertesystem wie es sich im GG ausdrückt. Es ist selbstverständlich, daß eine angestammte, einheimische Gesellschaft Bewegungen und Ideen, die ihrem eigenen Gesellschaftsmodell nicht nur entgegengesetzt stehen sondern sich sogar explicit verächtlich und feindlich dagegen stellen, bekämpfen muß.

    Ich finde es beängstigend wie wenig Vernunft und Werteverständnis in unserer Gesellschaft herrschen wenn führende Politker und eine viel zu große Zahl von Journalisten glauben, die Verletzung der Menschenwürde müßte man tolerieren wenn sie religiös begründet wird. Unser Toleranzbegriff ist mittlerweile so ausgehöhlt und verschwommen daß die allseits so gepriesene Toleranz zu oft nur bloße Ignoranz ist.

    Man könnte sich sicherlich, und ich tue es oft, über das Gegenteil einer Burka-Bekleidung ärgern, Männer die Oben-ohne durch die Stadt laufen, junge Frauen die kein Gefühl mehr dafür haben in wie wenig Stoff ihr Hintern nicht mehr paßt, dickleibige Frauen denen es anscheinend manchmal zu heiß ist für einen Bra, etc. Aber das verstößt höchstens gegen sittlichen Geschmack oder Ästhetik, aber niemals stehen diese Bekleidungen für Menschenfeindliches Denken oder eine homophobe Ideologie. Und insoweit kann und muß man diese Auswüchse eines oftmals falschverstandenen Individualismus heutzutage tolerieren. Die Burka und den Niqab nicht.

    Ein wichtiger Punkt der oft übersehen wird ist, daß wenn strenggläubige Muslime und Muslime allgemein eine marginale Randgruppe ausmachen würden, sich niemand über die Burka aufregen würde, das würde man dann zweifellos tolerieren können. Es geht aber nicht allein um das Prinzip “Religionsfreiheit” und die Spannungen zwischen Humanismus und Islam, sondern um die Realität in der sich die ursprüngliche Bevölkerung Deutschlands bedingt durch demografische Entwicklungen und das Erstarken einer demokratiefeindlichen Ideologie fragt und fragen muß, wie wir, und vor allem unsere Nachfahren leben werden wollen, und leben werden müssen.

    Die Auseinandersetzung mit dem antidemokratischen Charakter des Islam wird so sehr verdrängt und unterdrückt weil die Angst und Unsicherheit der Deutschen, Rassistisch oder Diskriminierend zu denken und zu handeln zu groß ist. Viiiiel leichter läßt sich das Wetter ähh.. der Klimawandel bekämpfen, denn da kann man sicher sein nicht als Rassist beschimpft zu werden. Selbst die Tatsache daß der politische Islam im Kern brachial Rassistisch ist, denn alle Ungläubigen werden zu Untermenschen deklariert, und die Wahrheit daß der Koran voller Hass- und Mordaufrufe gegen Ungläubige steckt, scheint unsere Verantwortlichen wenig zu kümmern.

    Wer seine Werte nicht verteidigt, hat keine.

  • Theeuropean-placeholder
    Ralf Köhl – 12.08.2010 - 12:15

    Lieber Herr Wöhler.Warum müssen immer Religionen herhalten wenn es um ideologien geht.Ist die Ideologie Demokratie alleine zu schwach um gegen eine diktatorische Staatsform zu bestehen? Oder fürchtet die westliche Elite das sich die Christen auf die Aussagen des NT besinnen und in ihrem Glauben so stark würden wie die Muslime, was automatisch den Untergang der jetzt herrschenden Klasse bedeuten würde.Was noch zur Zeit fehlt ist die Leitfigur, aber die wird mit dem steigenden Werteverfall im ach so freien demokratischen Europa noch kommen. Will man dem mit einem neuen Religionskrieg entgegenwirken? Wir regen uns auf über den menschenverachtenten Koran. Kennen sie die Gesetze des AT nach dem sich der jüdische Glaube richtet? Er steht dem Koran in nichts nach, beide lehnen die Dogmen des NT vehement ab. Ist es ihnen schon mal in den Sinn gekommen das viele der islamischen Frauen die Burka freiwillig tragen, aus Überzeugung.Wer oder was zwingt uns Menschen die das nicht wollen unseren Lebensstil aufzudrängen. Wäre die absolute Mehrheit der Islamisten bereit sich zu ändern würde dies auch geschehen und so lange herrscht ein demokratisches Mehrheitsrecht, an dem wenn wir Demokraten sein wollen nichts zu ändern haben.

  • Theeuropean-placeholder
    Peer Miller – 12.08.2010 - 10:35

    Immer diese Relativiererei! Wo sind Holocaust leugnende Katholiken? Das war ein englischer Bischof der Piusbrüder und kein Katholik! Wo bitte leugnen Katholiken unter dem Religionsfreiheitsparagraphen den Holocaust? Warum immer solche Lügen einstreuen?
    Und auch die evangelikalen Christen bedrohen niemand mit Bomben und Enthauptung und Steinigung und Auspeitschung! Ist das auch schon aufgefallen? Das Problem ist einzig und allein der Islam! Lassen Sie also gefälligst andere Religionen aus dem Spiel!

  • Theeuropean-placeholder
    Wilfried Wöhler – 12.08.2010 - 12:59

    Herr Köhl, Sie scheinen nur darrauf bedacht, Kritik am Islam generell verhindern zu wollen, zu zerstreuen und zu vernebeln, sie zu verklären, ob mit Gegen-Vorwürfen, Ablenkungen oder Ignoranz gegenüber den Argumenten.

    Sie mögen ja wirklich glauben daß die Frau sich absichtlich nicht vor die Tür wagt wenn ihr Burka oder Niqab im Hochsommer das Leben draußen im wahrsten Sinne des Wortes “zur Hölle” machen würde und sich freiwillig der Homophobie hingibt.

    Sie dürfen auch die Hunderte von Hass-, Gewalt- und Mordaufrufe gegen Ungläubige, die Allah und Mohammed im Koran PERSÖNLICH proklamieren mit irgendwelchen Ablenkungsmanövern über die angebliche Bösartigkeit des AT und des Judentums ignorieren und relativieren. Das ist ja das schöne an dieser Gesellschaft die Sie so schön ausnutzen für Ihre Propaganda, sie haben die Freiheit dazu. Im Iran hätten Sie da als Sunnit, in Saudi Arabien als Shiit “Schluß mit Lustig”, nur hier dürfen beide, Sunniten und Shiiten ihrem Glauben frei (!) nachgehen, es sei denn er kontradiktiert unsere Humanistischen Grundwerte, festgehalten im Grundgesetz. Wenn es wirklich Freiheit im Islam, im Glauben an den Islam, also “Religionsfreihiet” gäbe, würden wir viel mehr Muslime erleben und hören die sich offen gegen die Existenz “Allahs” ausgesprochen hätten, oder offen über ihre Zweifel redeten, aber da Aposthasie mit harter Verachtung, Ausgrenzung und sogar Todesurteilen in den Ummas vergolten wird, gibt es sowas so gut wie gar nicht. Es gibt eben diesbezüglich keine Freiheit in der Islamischen Gesellschaft.

    Mal eine direkte Frage an Sie:

    Es ist doch wohl slebstverständlich daß man von keinem Menschen letztlich die Wahrheit erfahren kann, deshalb sind wir ja auch Menschen und keine Götter, der Mensch strebt im Besten Falle nach Wahrheit, im Schlechtesten verschließt er sich ihr. Selbst wenn mit uns beiden 2 Bibel-Experten oder 2 Koran-Experten diskutieren würden, müßte doch beiden klar sein, daß wir uns uneinig über die “wahre Botschaft” bestimmter Aussagen sein könnten und niemand das Recht für sich in Anspruch nehmen dürfte, mit Absolutheit zu wissen daß er es besser weiß als der andere. Glauben darf man es natürlich schon…

    Nun können Sie sicher sein daß die meisten Christen, Juden und Muslime nicht den gesamten Wortlaut ihrer Glaubensschriften kennen, vielleicht sogar nur einen kleinen Teil. Jedoch bin ich mir sicher, sollte der Glaubensstifter des Christentums, Jesus Christus, irgendwo Antimenschliches Gedankengut wie Rechtfertigungen für Gewalt, Hass, Mord, Lüge, Unrecht, Bigoterie gepredigt oder praktiziert haben, ich hätte es in einem öffentlichen Streit von Bibel-Kennern und Wissenschaftlern selbst unfreiwillig erfahren. Es wäre vor Hunderten Jahren schon theamtisiert worden, und würde heute noch umstritten.

    Daß nun diesbezüglich im Koran viele zweifelhafte und widersprüchliche Taten und Aussagen Mohammeds stehen, jedoch die Öffentlichkeit, und zuallererst die muslimische Gemeinde davon keine Kenntnis hat oder zu haben scheint weil nicht offen darüber berichtet und diskutiert wird, muß doch stark zu denken geben. Stichworte sind Banu Quraiza, Schwertvers, 11 Frauen Mohammeds, seine Heirat der Frau seines Adoptivsohnes, Beschneidung der Frau sei “ehrenwert”, Benennung von Juden und Christen als Schweine und Affen, etc. – Mindestens die Kritik über die Lesart dieser Worte und Taten, seien sie widersprüchlich oder schwer verständlich müßte doch in einer wahrhaft friedliebenden Gemeinde offen zur Klärung gebracht worden sein oder werden, oder nicht? Man kann doch nicht Menschen zur Liebe und Gefolgschaft zu einem Mann erziehen und diesen bestimmte Taten und das Wesen des Mannes verheimlichen? Ich verstehe als Nicht-Muslim auch nicht wie das funktioniert, wird das einfach tabuisiert und unter den Teppich gekehrt, verhält man sich ignorant oder stillschweigend dazu oder lehnt man gewisse Taten als unvorbildlich ab…?

    Kurz gefragt: Warum tun sich Muslime so schwer, offen und kritisch über Teile des Koran/ ihrer Religion/ die Taten des Propheten Mohammed zu reden? Was halten Sie persönlich von dem Koran-Teil der das Schicksal der BANU QURAIZA so grausam ausführlich beschreibt?

  • Theeuropean-placeholder
    Ralf Köhl – 12.08.2010 - 15:59

    Lieber Herr Wöhler.
    Ich verteidige weder Islam, Juden oder Christentum.Ich wehre mich nur vehement dagen das wir, das Christentum mit Demokratie gleichsetzen und damit zu Felde ziehen.Das wir wie eine Hammelherde hinter unseren Demagogen herrennen um den Islam zu besiegen.Da wird von der Achse des Bösen, von Steinigungen, Folter,Mord und Unterdrückung gepredigt gegen die wir anzugehen haben.Aber sind das auch nicht Verfehlungen die wir ohne Lügen zu müssen den USA vorwerfen können.Wieviel Millionen Tote hat es die Welt und uns gekostet Deutschland die Demokratie zu bringen? Wollen wir dem Islam die Demokratie auf gleiche Weise angedeihen lassen, werden die Toten in die Milliarden gehen.Wollen wir das?Oder schalten wir einfach unseren Verstand aus und beginnen mit dem grossen Töten.Eine andere Möglichkeit ist die Zeit, die auch das Christentum brauchte um dahin zu gelangen wo es Heute steht.Da bräuchten wir nicht Angreifen, sondern müssten nur Verteidigen. Aber das geht denen die uns manipulieren viel zu langsam.Denen ist die Demokratie so ziemllich egal, Hauptsache sie bekommen wonach sie Gieren. Es ist die Blindheit der Menschen, die mich verzweifeln lässt.

    Mit freundlichen Grüssen
    R.Köhl

Aus der Debatte

Burka-Verbot

Kampf ums Kopftuch

Dvidshub 2

Politisches Symbol, religiöses Symbol, Symbol der Unterdrückung, dem Kopftuch werden viele Eigenschaften angedichtet. Dass wir so viel Aufheben um ein Stü weiter...

Foto_r_hlig
von Marc Röhlig
04.10.2010

Republik und Religionsfreiheit

Adam-und-eva 4

Religionsfreiheit darf nicht instrumentalisiert werden. Sie ist kein Gütesiegel für staatsbürgerliche Korrektheit und keine Medaille für sozial erwünschtes Verhalten. Eine Erwiderung auf Eva Quistorp.

Kissler-alexander-kopf
von Alexander Kissler
13.08.2010

Die verkehrte Welt der Burka-Debatte

Erhard_reuwich_sarazenen_1486 13

Die Burka ist ausschließlich ein Symbol des Fundamentalismus. Dass sie in vorislamischer Zeit auch von Männern getragen wurde, wissen muslimische Patriarchen heute nicht mehr.

Akg_n
von Lale Akgün
22.04.2010
meistgelesen / meistkommentiert