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Wer einen Apfel stiehlt, wird in (nahezu) jedem Fall wegen Diebstahls verurteilt. Wer Steuern hinterzieht, geht mitunter völlig straffrei aus. Nicht nur diese Sonderregelung setzt scheinbar elementare rechtsstaatliche Grundsätze in ein schräges Licht.
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Der Fall Hoeneß verdeutlicht ein Manko der deutschen Steuerpolitik: Der Staat verzeiht den Steuerstraftätern. Wir können es uns nicht leisten, dass Leistungsträger sich ihrer Verantwortung entziehen. Griechenland lässt grüßen.
Eine neue Form von Algorithmus könnte auf unsere Computer wie Steroide wirken. Die Geschichte seiner Entdeckung beginnt mit einer Katze, von der niemand weiß, ob sie nun lebendig ist, oder tot.
Wie verändert sich unser Leben, wenn wir viele Dinge des Alltags mit einem Mausklick herstellen können? 3D-Drucker machen uns alle zu Fabrik-Betreibern.
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Wenn es den Forschern gelingt, mit Kraftwerken wie dem französischen ITER mehr Energie zu produzieren, als man für den Betrieb benötigt, wird die Welt eine andere sein als heute. Schluss mit Klimawandel, her mit dem Weltfrieden – und Bolivien steigt auf zum neuen Strippenzieher.
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Touchscreens im Wohnzimmerfenster, Augenlicht für Blinde, das Ende der Wasserknappheit: Graphen ist so dünn, dass man es kaum wahrnimmt. Ein Material mit der Fähigkeit, die Welt zu verändern.
Der Streit um die Wasserprivatisierung ist vor allem eines: dogmatisch. Gegner und Befürworter werden deshalb auch in den nächsten zwei Jahrzehnten nicht zueinander finden.
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Wasser sollte frei von marktwirtschaftlichen Erwägungen bleiben. Und wenn wir nicht alle weiterhin Dreck fressen wollen, bis nichts mehr da ist, sollten wir auch anfangen, über die Verstaatlichung der Lebensmittelindustrie zu reden.
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Der ideologische Streit um das Wasser ist unnütz. Denn ob Staat oder Unternehmen ist letztlich egal.
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Allen Kritikern zum Trotz wird es in Europa keine Wasserprivatisierung geben. Dennoch droht die Macht des Marktes, den Lebensquell zur Ware zu reduzieren.
Für Frank Schirrmacher sind wir Ökonomen die Wurzel aller Gier. Doch sein Buch beruht auf einem großen Missverständnis. Eine Kritik.
Bei der Erklärung der Wirtschaftskrise versagen nicht nur die Ökonomen. Auch die Philosophen können nicht beantworten, wie es so weit kommen konnte. Zeit für ein neues Bild vom Menschen.
Der Glaube an den „Homo oeconomicus“ droht unsere Gesellschaft zugrunde zu richten. Denn im Leben lassen sich Wahrscheinlichkeiten nicht berechnen wie beim Roulette.
Menschliche Gefühle lassen sich nicht in Formeln pressen. Diese simple Wahrheit haben Ökonomen bis heute nicht verstanden.
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Ein hoher Mindestlohn, für den nun selbst die Union votiert, würde zum Bumerang werden. Er schadet gerade den Schwachen, denen er angeblich helfen soll.
Übertriebene Managergehälter sind unvereinbar mit der sozialen Marktwirtschaft. Die Union will das Aktienrecht ändern, damit Eigentümer das letzte Wort haben.
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Mindestlöhne, Abnahme prekärer Beschäftigung, Kräftemessen in Tarifkonflikten: Die Gewerkschaften sind so mächtig wie lange nicht mehr. Ver.di und Co. müssen sich trotzdem dringend selbst reformieren, sonst gilt für sie eine Boxerregel.
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Besitzt der Mensch seinen Job oder besitzt der Job den Menschen? Unsere Arbeit gleicht mehr denn je einer Scholle, an der wir uns krampfhaft festhalten.
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In unserer Welt werden soziale Probleme medizinisch behandelt. Kein Wunder also, dass wir mit Pillen gegen die ständige Unsicherheit kämpfen.
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Die europäische Politik nutzt Griechenland als Ausrede für unliebsame Entscheidungen. Opfer werden zu Tätern gemacht – mit fatalen Folgen für die Menschen vor Ort.
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Wer sich nicht rechnet, zählt auch nicht. In der Dauerkrise nimmt der Neoliberalismus sozialdarwinistische Züge an.
Weil die Schuldigen in der Krise nicht zur Verantwortung gezogen werden, tragen einfache Bürger die Kosten. Die Folge: Umverteilung nach oben.