Die globale Informationsgesellschaft ist eben auch die Basis des Verbrechens. Wolfgang Schäuble

Debatten

Die Zukunft der Mobilität

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Von A nach B ohne C bis Z

Die Zeiten der dicken Wagen und Verkehrsmonopole sind vorbei. Elektrofahrzeuge und Carsharing zeigen neue Möglichkeiten der Mobilität auf. Wir werden flexibler, unabhängiger - und sparen dabei noch Emissionen ein. Auch die Arbeit wird von neuer Mobilität erfasst: Blackberrys machen jeden Platz der Welt zum Büro.

Immer auf Achse

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Die Welt wird immer urbaner. Die Studie "Megacity Challenges" untersuchte die Entwicklung von 25 Großstädten. Das eindeutige Ergebnis: Mobilität wird immer wichtiger – und immer personalisierter. Bestehende Verkehrssysteme werden weichen müssen.

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von George Hazel
06.12.2010

Freie Fahrt für alle

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Warum vertrauen die Deutschen auf verkrustete Verkehrsstrukturen? Andere Länder machen es vor: Die Mobilität wird in Zukunft durch eine Diversifizierung von Transportsystemen erreicht. Wir müssen Monopole aufbrechen. Wettbewerb macht uns grüner und agiler.

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von Christian Janisch
30.11.2010

Die Prekarisierung der Arbeitswelt

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Just do it

Du bist, was du tust. Die moderne Arbeitswirklichkeit hat diese lange gültige Wahrheit längst überholt. Hartz IV, prekäre Beschäftigungssituationen und häufig wechselnde Arbeitsplätze ändern nicht nur unsere Wahrnehmung vom Wert der Arbeit, sondern auch die Gesellschaft selbst.

Elend der Niedriglöhne

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Niedriglöhne versprachen den Ausweg aus der Arbeitslosigkeit, hin zur Wiederbeschäftigung. Das ist zur Farce geworden. Knapp ein Viertel der Beschäftigten arbeitet zu sittenwidrigen Löhnen. Zur Berechnung der Hartz-IV-Sätze taugt das Lohnabstandsgebot schon lange nicht mehr.

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von Regina Görner
04.12.2010

Zeit für Fairness

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Zeitarbeit kann eine erfolgreiche Antwort auf die komplexen Herausforderungen einer globalisierten Arbeitswelt sein. Jedoch nur, wenn die Politik, insbesondere die FDP, endlich ihren Widerstand gegen einen Mindestlohn in der Zeitarbeit aufgibt. Denn: Zeitarbeit ermöglicht Arbeitssuchenden den direkten Einstieg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

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von Werner Stolz
21.09.2010

Schöne neue Arbeitswelt

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Der Einverdiener-Haushalt gehört der Vergangenheit an. Mini-Jobs, die die familiäre Haushaltskasse aufbessern sollen, sind aber noch lange keine prekären Arbeitsverhältnisse – zumindest wenn in der Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik konsequent auf Qualifikation gesetzt wird.

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von Johannes Vogel
06.07.2010

Operation geglückt – Patient tot

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Den Zivildienst auf sechs Monate zu verkürzen und diesen Kompromiss dann auch noch als Erfolg anzusehen kann nur von denen gutgeheißen werden, die kurzfristige politische Entlastungsstrategien langfristigen und nachhaltigen Entscheidungen vorziehen.

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von Helmut Anheier
27.05.2010

Union für das Mittelmeer

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Flaute auf dem Mittelmeer

Vor zwei Jahren wurde die Union für das Mittelmeer von Präsident Sarkozy als Prestigeprojekt ins Leben gerufen. Passiert ist seitdem wenig. Vor allem der Nahostkonflikt entzweit die Partnerländer; der für diese Woche geplante Gipfel ist bereits zum zweiten Mal abgesagt worden. Ist die Union ein tot geborenes Kind?

Die verfrühte Vision

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Auch wenn einige Bereiche der Union für das Mittelmeer, wie die politische Kooperation, sich seit ihrer Gründung nicht weiterentwickelt haben, gibt es keine bessere Alternative. Es gilt, Kulturaustausch und Bildungsbeziehungen zu fördern, um Frustrationen zu vermeiden.

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von Stefan Winkler
03.12.2010

Alter Wein in neuen Schläuchen

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Die Union für das Mittelmeer soll da anknüpfen, wo die europäische Mittelmeerpolitik nicht weiter kam, doch der Nahostkonflikt blockiert ihre Arbeit. Eine Entpolitisierung der euro-mediterranen Zusammenarbeit könnte die arabischen Staaten zur Partizipation bewegen und ließe die Union für das Mittelmeer ihre Arbeit vorübergehend aufnehmen, doch langfristig kommt sie nicht an einer Lösung des Nahostkonflikts vorbei.

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von Annette Jünemann
02.12.2010

Ratlosigkeit im Mare Nostrum

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In den zwei Jahren seit der Gründung der Union für das Mittelmeer ist wenig passiert. Die Begründung für ein erneutes Verschieben des Mittelmeergipfels ist der anhaltende Nahostkonflikt. Doch sollte die EU inzwischen nicht genug Erfahrung gesammelt haben, um dessen Störpotenzial verringern zu können?

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von Almut Möller
29.11.2010

Die Idee war gut, doch die Welt noch nicht bereit

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Die Union für das Mittelmeer wurde erst vor zwei Jahren gegründet und scheint doch schon zu stagnieren. Zu unterschiedlich und unvereinbar sind die Interessen der Mitgliederstaaten. Dabei ist die Mittelmeerpolitik zu wichtig für Europa, als dass es sich diese Blockaden leisten könnte, und es gibt durchaus Beispiele, bei denen die Mittelmeer-Zivilgesellschaft vorbildlich an gemeinsamen Projekten arbeitet.

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von Christian-Peter Hanelt
28.11.2010

Option Schwarz-Grün

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Die Bürgerlichen

Mit dem Platzen der Koalition in Hamburg steht auch das Projekt Schwarz-Grün in Frage. Doch allen inhaltlichen Unterschieden zum Trotz: Union und die Grünen werden wieder zusammenfinden. Beide Parteien wollen regieren. Schwarz-Grün verspricht bürgerlichen Konsens und machtpolitische Vorteile.

Ist schon gut so

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Der Zerfall der Koalition in Hamburg ist halb so schlimm. Auch die erste rot-grüne Landesregierung hielt nur 15 Monate durch. Die Grünen haben in Hamburg gezeigt, dass es ihnen nicht um die Totalopposition geht. Sie sind bereit für die Regierungsverantwortung.

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von Michael Knoll
01.12.2010

Ade an der Elbe

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Das schwarz-grüne Experiment in Hamburg ist gescheitert. Doch die Idee einer Zusammenarbeit von Union und Grünen ist nicht am Ende. Machtpolitik zählt mehr als inhaltliche Programmatik. Wenn die Wahlergebnisse passen, werden sich beide Parteien zusammenraufen.

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von Gerd Langguth
30.11.2010

Koalitionsfragen statt K-Gruppen und Karrieristen

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Die Grünen sind weit gekommen. Von einer Randerscheinung der Friedensbewegung haben sie sich zu einer vielseitig koalitionsfähigen politischen Kraft entwickelt. Trotzdem sind sie keineswegs beliebig.

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von Eva Quistorp
02.08.2010

Schwarz-Grün im Trockendock

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Nach dem Rücktritt von Hamburgs Erstem Bürgermeister hat es die Grün-Alternative-Liste in der Hand, das schwarz-grüne Projekt am Leben zu erhalten. Die Abstimmung im August entwickelt sich dabei zur Gretchenfrage, denn der CDU-Kandidat Christoph Ahlhaus ist als Hardliner verschrien, der wenig mit grünen Ansichten anfangen kann.

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von Antje Möller
23.07.2010

Entwicklungshilfe-Dilemma

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Entwicklungs-Verwicklung

Seit Jahrzehnten pumpen die Industriestaaten Geld in bedürftige Länder. Scheinbar ohne jeden Erfolg. Auch Haiti erlebte nach dem Beben eine Flut von internationalen Zuwendungen. Jetzt, sechs Monate nach der verheerenden Katastrophe, hat sich nur wenig verändert. Wird nur geholfen, wenn Kameras die noblen Gesten um die Welt senden?

Schützenhilfe für Diktatoren

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Äthiopien erhält jährlich mehrere Milliarden US-Dollar Entwicklungshilfe. Doch viel davon versandet im korrupten Staatsapparat und in den Taschen der einzigen Partei des Landes. Gute Vorsätze tragen dazu bei, die Diktatur zu festigen. Es muss sich etwas ändern bei der Geldvergabe.

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von Wenzel Michalski
15.11.2010

Das Glaubwürdigkeitsproblem

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Viel ist seit dem Beschluss der Millennium Development Goals vor zehn Jahren passiert. Doch die damals gesetzten Ziele sind bei Weitem noch nicht erreicht. Jetzt stehen neben den Entwicklungsländern auch die westlichen Industrienationen in der Pflicht. Es geht um den Ausbau von Unterstützung, nicht um deren Kürzung.

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von Renée Ernst
24.09.2010

Nachhaitigkeit

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Haiti ist vergessen, die Hilfe wurde drastisch heruntergefahren. Auf der Insel hat wieder "business as usual" eingesetzt. Ein Plädoyer für mehr Nachhaltigkeit bei der Hilfe zur Selbsthilfe.

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von Maren Neugebauer
05.08.2010

Faire Chancen für einen Neuanfang

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Vor mehr als zwei Monaten haben in Haiti etwa 60 Sekunden Erdbeben mehr als 200.000 Menschenleben gefordert, ganze Städte dem Erdboden gleichgemacht und einer Million Menschen das Dach über dem Kopf geraubt. "Malteser International" leistete von Anfang an Hilfe vor Ort. Nun, da sich das Chaos lichtet, gilt es in die Zukunft zu schauen.

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von Ingo Radtke
10.04.2010

Gesundheit für alle

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Keiner für alle, alle für keinen

Das solidarische Gesundheitssystem in Deutschland verschlingt Unsummen - Tendenz steigend. Minister Rösler muss den Spagat schaffen zwischen sozialer Gerechtigkeit und finanzieller Nachhaltigkeit. Seine Reform scheitert an der Verwässerung.

Schon wieder ein Reförmchen

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Am Freitag verabschiedete der Bundestag eine Regelung über die Zusatzprämie zum Krankenkassenbeitrag. Stellt sie das Solidarprinzip infrage? Wohl kaum. Doch Röslers guter Vorschlag ist durch die Regierung stark verwässert worden. Soziale Unausgewogenheiten bleiben – nicht wegen, sondern trotz Rösler.

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von Stephan Rau
15.11.2010

Exzellenz gewahrt

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Die Gesundheitsreform gewährleistet die beste Behandlung, die beste Arzneimittelversorgung und stabile Beiträge. Wer bei Ärzten und Krankenhäusern sparen will, muss wissen, dass dies am Ende immer zulasten der Patienten geht.

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von Johannes Singhammer
09.07.2010

Unsolidarischer Rückschritt

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Die Pläne von Philipp Rösler werden die Probleme im Gesundheitswesen nicht lösen. Die Kopfpauschale stellt eine völlige Abkehr vom Solidarprinzip dar und mündet in einer Zweiklassengesellschaft, in der eine Spitzenversorgung nur noch Reichen vorbehalten bleibt.

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von Ulla Schmidt
04.06.2010

Helft euch selbst, dann wird euch geholfen

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Gesundheit für alle muss zunächst eine Forderung gegen jeden Einzelnen selbst sein. Nur so lässt sich das Gesundheitssystem auf dem heutigen Niveau halten. Bevor also Dritte helfen, muss jeder sich selber helfen – nicht zuletzt eine Frage der Lebensführung.

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von Günter Neubauer
16.03.2010
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