Wenn wir über den Berg sind, geht's bergab. Wolfgang Schäuble

Hypes und Hypothesen

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Künstler sein ist ein brotloser Beruf! Außer man heißt Jonathan Meese, Damian Hirst oder Georg Baselitz. Schafft man es, aus Zufall oder Talent, in die oberen Riegen der kontemporären Künstler, lebt es sich wie ein Popstar. Plötzlich sind eingelegte Haie oder in Filz gewickeltes Fett Millionen wert. Doch wie rechtfertigen sich Millionenpreise in der Kunst? Und wie soll der Laie Kunst von Trash unterscheiden lernen?

Hintergrund

"documenta" in Kassel und Donald Trump

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Kunstaktion "Auschwitz on the beach"

Bei der "documenta" in Kassel hielten sie es neulich für eine besonders clevere Idee, eine sogenannte Kunstaktion mit dem Titel "Auschwitz on the beach" ins Programm zu nehmen.

Die einflussreichsten Deutschen

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Martin Walser wird 90 Jahre alt

Der Schriftsteller Martin Walser wird 90. Er hat wie kein anderer die Geschichte des Bundesrepublik analysiert und geprägt. Walser gilt nicht zu Unrecht als das Gewissen Deutschlands. Der Literat gehört nach wie vor zu den einflussreichsten deutschen Intellektuellen der Gegenwart.

Siebte Berlin Biennale

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Missionarische Umarmungsgeste

Die 7. Berlin Biennale wollte gerne politisch sein – statt einer klaren Agenda aber präsentiert man quasi-religiöse Exponate und umarmt Aktivisten von außen im eigenen Haus. Der so propagierte Glaube an „Substanz“ ist vor allem eins: sehr katholisch.

Kultur und Kultus

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Jenseits des Artefakts

Kultur entstand aus dem Kultus. Doch scheint in der Kunst der Kult um das Geld den Kult um einen Gott ersetzt zu haben. Kunst für den kirchlichen Raum lässt ein Bild dorthin zurückkehren, wo es hergekommen ist. Es erhält für den Betrachter wieder eine echte Relevanz, hinter der der Künstler zurücktritt. Es wird wieder Teil seines Lebens. Ein Dialog beginnt.

Klassische und zeitgenössische Kunst

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Über den Mythos hinaus

Was wirklich zählt, will man einem Kunstwerk einen bestimmten Wert zuschreiben, ist dessen künstlerische Qualität. Jedoch muss die Kunst auch in ihrem Kontext gesehen werden, um eine solche Einschätzung vornehmen zu können. Kunst darf unterschiedliche Gefühle hervorrufen. Sie darf unansehnlich sein, ja selbst schockieren. Aber sie darf auch schön sein, wohltun und begeistern. Solange die Gefühle der Kunst wegen geweckt werden und nicht aus einem Mythos, aus einem Hype heraus.

Im Auge des Betrachters

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Das Passionsprinzip

Auf 20.000 Dollar wurde "La Bella Principessa" in den 80er-Jahren geschätzt. "19. Jahrhundert, deutsche Schule", mutmaßte Christie's. Nun, drei Jahrzehnte später, weiß man, es handelt sich um einen da Vinci. Sofort steigt der Schätzpreis auf sagenhafte 150 Millionen Dollar. Das Bild bleibt das Gleiche – gleich alt, gleich schön. Diese Schönheit war der Grund, aus dem der Sammler Peter Silverman das Werk vor zwei Jahren kaufte. – Eine Passion, unabhängig vom monetären Wert oder der Zuschreibung.

 
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