U.S. Air Force photo/Tech. Sgt. Erik Gudmundson
Der Irak-Krieg ist zu Ende, zumindest für die USA. Zehntausende Tote und acht Jahre später stellt sich die Frage, welche Lehren wir aus dem Desaster ziehen müssen. Denn Frieden wird in Bagdad so schnell nicht einziehen.
Der Europäischen Union fehlt es an einem sicherheitspolitischen Konsens. Das war so 2003 im Fall des Irak und 2011 im Fall Libyen. Neue Konfliktherde im Nahen Osten werden sie jedoch dazu zwingen, ihr Konzept des guten Interventionismus auf ein stabiles Fundament zu stellen.
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Der Irak-Krieg mag für die USA vorbei sein, für die Menschen im Land mit Sicherheit nicht. Die Koalition der Willigen hat es versäumt, das Land zu befrieden. Jetzt werden die Sektierer, denen der Krieg zur Macht verholfen hat, das Ruder übernehmen.
Der Irak-Krieg und seine horrenden Kosten, monetär und moralisch, haben die US-Außenpolitik pragmatischer werden lassen. Diplomatie statt Militär, Einsätze nur im Verbund, keine großen Risiken eingehen. Willkommen in der Realität.