Am 17. Januar 2012 wurde das offizielle Unwort des Jahres gekürt: Döner-Morde. Laut Jury-Begründung stehe der Ausdruck "prototypisch dafür, dass die politische Dimension der Mordserie jahrelang verkannt oder willentlich ignoriert wurde". Die Redaktion hatte zuvor intern Vorschläge gesammelt und diskutiert.
Mit dem Unwort post-gendering versucht die Piratenpartei, über einen zu geringen Frauenanteil hinwegzutäuschen. Zudem macht sie damit konstruktive Debatten zur Gleichberechtigung von Frauen unmöglich.
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Mein Unwort des Jahres finde ich so furchtbar, dass ich es am liebsten gar nicht mehr aussprechen bzw. aufschreiben würde, aber wohl muss, weil sonst niemand weiß, was ich meine. Aber nur noch einmal: Döner-Morde.
Von wegen Arabischer Frühling. Wenn wir die Ereignisse in Nordafrika und dem Nahen Osten unter diesem Schlagwort betrachten, laufen wir Gefahr, die wahre Bedeutung der Geschehnisse zu übersehen.
Wenn sie den Namen eines weitgehend unbekannten Knochens in ihrem Skelett tausendmal hersagen müssen, weil sie den Fehler gemacht haben, sich ihn zu brechen, ist eigentlich klar, was ihr Unwort des Jahres wird.
Mein Unwort des Jahres: Merkozy. Die EU und der Euro befinden sich in einer historischen Krise. Kann uns nur noch Merkozy retten?
Mein Unwort des Jahres: Endspiel! Weil die schönste Sache der Welt nicht als faule Metapher verwandt werden darf und als solche ohnehin nur für die Blödheit mancher Journalisten steht.