Die Vorrangstellung des weißen Mannes ist heute zu Ende. Peter Scholl-Latour

Hintergrund

Der Müll in uns

Big_134e29ee83

Das Zeitalter des Plastiks macht uns und unsere Umwelt krank. Mittlerweile finden sich Rückstände des Kunststoffs in unserem Blutplasma und in den Fischen, die sich das Meer mit riesigen Müllstrudeln teilen müssen. Weg mit dem Krankmacher!

Hintergrund

Nach der Stein-, Bronze- und Eisenzeit leben wir heute im Zeitalter des Plastik. Vom Schnuller bis zur Plastikdose, vom Quietscheentchen bis hin zur Trockenhaube, in Bauteilen und Dämmstoffen, Lacken und Textilien, Klebstoffen und Verpackungen – Plastik ist überall. Welche Mengen an Plastik weltweit hergestellt werden, lässt sich nur ungefähr schätzen, es sind aber mindestens 200 Millionen Tonnen jährlich. 800 Milliarden Euro setzt die Kunststoffindustrie jährlich um, und wenn man alle Arbeitsplätze zusammen rechnet, die in Europa von der Kunststoffherstellung abhängen, kommt man auf eine Summe von mehr als zwei Millionen Menschen. In Deutschland wurden 2007 über 2,6 Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen verbraucht.

Mit der Menge an Kunststoffen, die seit Beginn des Plastikzeitalters produziert wurden, könnten wir den gesamten Erdball sechs Mal in Plastikfolie einpacken. In den Meeren findet man heute sechsmal mehr Plastik als Plankton, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) schätzt, dass in jedem Quadratkilometer bis zu 18.000 Plastikteile treiben. Allein eine Windel aber braucht 200 Jahre, bis sie zersetzt ist, und sie gibt dabei einige problematische Substanzen ab.

Plastik im Blut

Doch Plastik ist nicht nur ein Umweltproblem. Selbst in unserem Blut ist Plastik nachweisbar. Der Dokumentarfilmer Werner Boote ließ für seinen Film “Plastik Planet” die Blutproben seines Filmteams analysieren: jeder von ihnen hatte Plastik-Substanzen wie Bisphenol A, Phtalate und Flammschutzmittel in seinem Blutplasma.

Das Problem: Wissenschaftler glauben, dass Rückstände von Kunststoffen die Gesundheit des Menschen direkt bedrohen. Einige dieser Substanzen gelten als krebserregend, andere stehen sogar im Verdacht, Veränderungen im Hormonhaushalt, Schädigungen des Erbguts und sogar Unfruchtbarkeit herbei zu führen. Sind wir dabei, uns selbst abzuschaffen?

zurück

Ciao, ciao, Plastiktüte

Medium_a537a31197

Der jute Beutel

Der durchschnittliche Italiener benötigt im Jahr 330 Plastiktüten. Im Schnitt benutzt er sie dann eine Stunde. Wir müssen jetzt handeln und dafür sorgen, dass zukünftig weniger als 20 Milliarden Plastiktüten jedes Jahr in Europa die Umwelt verschmutzen.

Problemstoff Plastik

Medium_69813e97f6

Es geht nur ums Plastikgeld

Was ist heiß an Plastik, außer dem Produktionsprozess und der Verbrennung? Plastik hat einiges gemeinsam mit Radioaktivität, Erdöl, Dioxin, Formaldehyd, Asbestfasern, Bioziden und vielem anderen mehr. Es geht ums Geld. Um die richtig großen Summen. Welche Rolle spielen da schon Umweltgefahr, Gesundheitsgefahr?

Kunststoff stiftet Nutzen

Medium_f40b71f628

Plastik Fantastik

Kunststoff ist sicher, effizient und umweltschonend. Plastik ist ein nachhaltiger Werkstoff: Autos sparen Kraftstoff, Dämmstoffe senken den Energieverbrauch, Produkte lassen sich mit wenig Material sicher verpacken. Statt das Erdöl als Treibstoff zu verbrennen, sollte Kunststoff daraus werden, um wertvolle Energie zu sparen.

Plastik – eine Gefahr für Mensch und Umwelt

Medium_ac8a1dacf8

Der Plastikplanet

Für seinen Kinofilm "Plastic Planet" reiste Werner Boote mehrfach um die Welt. Er hat dabei eine beeindruckende Fülle an Beispielen und Material zusammengetragen: 700 Studien belegen die Gefährlichkeit von Plastik. Die Rückstände von Kunststoffen sind keineswegs nur eine Bedrohung für die Umwelt, sie sind eine direkte Gefahr für die Gesundheit der Menschen.

 
meistgelesen / meistkommentiert