„Wir sind reich genug, um uns Klimaschutz zu leisten - und zu arm, um darauf zu verzichten.“ Sigmar Gabriel
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In Nordrhein-Westfalen gelang, was lange Zeit kaum möglich schien: Rot-Grün hat eine deutliche Mehrheit. Hannelore Kraft hat die SPD in NRW zum Erfolg geführt, gegen Angela Merkel antreten wird sie 2013 jedoch nicht. Die Kanzlerkandidatur gedenkt weiterhin die Troika aus Steinbrück, Steinmeier und Gabriel unter sich auszumachen.
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Die Chancen für die SPD, wieder zu einer starken linken Volkspartei zu werden, stehen nicht schlecht. Allerdings hat die Sozialdemokratie noch einiges an Arbeit vor sich, ehe es so weit kommen kann. Alte SPD-Traditionen müssen wiederbelebt und ein starker Kanzlerkandidat frühzeitig bestimmt werden.
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Die glanzlose Ära der "Basta!"-Politik hat die Sozialdemokratie hinter sich und muss nun zu sich selbst finden. Daher ist es gut, wenn die Post-Schröder-Partei sich streitet, wohin sie eigentlich will. Aber bitte nicht über die Rente mit 67!
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Statt die Partei wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen, verplempert die SPD-Spitze mit taktischen Spielchen wertvolle Zeit im Kampf um die Macht. Die Basis bleibt trotz aller Versprechen, inhaltlich mitgestalten zu können, weiterhin Zaungast. Wenn das so bleibt, werden sich die Sozialdemokraten viel Sitzfleisch anfressen müssen – für die harten Jahre auf der Oppositionsbank.
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Nach der historischen Niederlage bei der Bundestagswahl 2009 in Weimarer Dimension klettert die SPD in Umfragen nach und nach Richtung 30 Prozent. Aber: 30 Prozent sind nicht genug. Das Ziel heißt, wieder klar stärkste Partei zu werden. Das Ziel heißt 40 Prozent plus X. Und das ist möglich.
Wer die SPD für tot erklärt hat, durfte dieses Wochenende einem Scheintoten beim Aufstehen zusehen. Die Sozialdemokratie hat auf ihrem Krisenparteitag in Sachsen ihren Überlebenswillen bewiesen. Erstmals seit Jahren wurde wieder der Blick auf den lebendigen Kern der Partei frei. Zu sehen waren Stolz, Kampfgeist und Streitlust – aber auch Scham, Zorn und Enttäuschung über Politik und Führungsstil in den vergangenen elf Regierungsjahren.
In Dresden demonstriert die SPD nach dem katastrophalen Wahlergebnis Harmonie, die "Hinterzimmer-Nominierung" von Sigmar Gabriel und Andrea Nahles scheint verziehen. Jetzt gilt es, den Alltagstest in der Opposition zu bestehen.