An einigen Stellen sind die Löhne inzwischen sittenwidrig. Franz Müntefering

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In der Mitte allein

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Wofür die CDU/CSU heute steht, scheint nicht nur den Wählern, sondern auch dem Spitzenpersonal der Partei unklar. Der visionslose Kurs der Kanzlerin verunsichert die Basis und verprellt die alte Garde.

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Vor dem Hintergrund einer sich rasant verändernden Welt, die auf Tempo, Veränderung und Wandel geeicht ist, wächst zwar die Sehnsucht nach dem Bewahrenden. Theoretisch sind die Zeiten daher ideal für eine konservative Bewegung. Doch wer wüsste schon zu benennen, worin das unterscheidend Konservative besteht?

Nachdem viele Grundsatzdebatten und -schlachten heute geschlagen sind, nennt sich der Gemischtwarenladen, der zum Vorschein kommt, “moderner Konservativismus”: Die Union will “Vertrauen in die Familien setzen” und zugleich “für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf” eintreten. Die Partei will ihr Profil auch mit den Flügeln stärken, dem sozialen, dem wirtschaftsliberalen, dem konservativen und auch dem wertkonservativen. Obendrein will sie aber auch noch die “Kernklientel” mit den Christen stärken – auch wenn die Kanzlerin in der Fernsehdebatte vor der Wahl das Wort “christlich” nicht ein einziges Mal benutzt hat.

Und so ist der Anteil der Unions-Stammanhänger von ehemals 83 fast kontinuierlich auf 47 Prozent gesunken. Das heißt, die Union muss mittlerweile etwa jeden zweiten ihrer potenziellen Wähler neu überzeugen. Angela Merkel treibt munter die Sozialdemokratisierung der CDU voran und setzt auf den Staat statt den Bürger. Und umgekehrt ist das konservative Element vom Alleinstellungsmerkmal der Union ein Polit-Accessoire fast aller Parteien geworden.

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Visionslose Kanzlerin

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Farbfragen

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