Mehr als zehn Jahre nach dem Start des Afghanistankrieges ist die Hoffnung für einen guten Ausgang des Einsatzes fast völlig aufgebraucht. Wenn sie nicht schon abgezogen sind, bereiten sich die beteiligten Ländern auf den Abzug vor.
Der Abzug der ISAF-Truppen in Afghanistan läuft. Doch was für ein Land werden wir hinterlassen? Viel hängt davon ab, wie wir uns auch nach 2014 noch um die Afghanen und ihren Staat kümmern werden.
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Der Einsatz in Afghanistan droht endgültig zu scheitern. Der Grund dafür ist vor allem eine von Anfang an falsche Einschätzung der Lage. Nur wenn jetzt dramatisch umgedacht wird, kann es gelingen, Afghanistan in einem besseren Zustand als vor dem Einmarsch zu hinterlassen.
Der Debatte um den Abzug der Afghanistan-Truppen fehlt es oft an Nachhaltigkeit – denn die Strategie ein ums andere Mal umzuwerfen, hilft niemandem. Am wenigsten den Afghanen selbst.
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Die Afghanistan-Konferenz am Bonner Petersberg ist ein Zeugnis des Scheiterns. Deutsche Politiker haben nie wirklich hinter dem Projekt Hindukusch gestanden, nie für Zustimmung geworben - der Einsatz musste scheitern.
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Mit Raus aus Afghanistan! ist es nicht getan: 2014 will die NATO die Verantwortung in Afghanistan an die einheimischen Sicherheitskräfte übergeben. Wie es danach weitergeht, ist unklar.
Trotz vieler Rückschläge haben sich in Afghanistan Ansätze einer Zivilgesellschaft herausgebildet, doch die Ermordung vieler Taliban scheint sich mittlerweile als Fehler herauszustellen.