Nicht immer geht es konfliktfrei zu im Spannungsfeld zwischen Menschenrechtspolitik und Diplomatie. Dabei hat sich Kanzlerin Merkel zu Beginn ihrer Kanzlerschaft eindeutig positioniert: Menschenrechte sollten "eine zentrale Rolle" spielen. Stimmt das noch?
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Außenminister Westerwelle sendet widersprüchliche Signale nach China. Einerseits gratuliert er dem mittlerweile inhaftierten Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo, andererseits lobt er die Regierung in Peking für ihre Reformbemühungen. Westerwelle untergräbt damit die Glaubwürdigkeit der Bundesrepublik in Fragen der Menschenrechte.
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Nach der Kritik von Mina Ahadi an der Menschenrechtspolitik der Bundesregierung meldet sich die FDP-Sprecherin für Menschenrechte Marina Schuster zu Wort: Parlament und Regierung kämpfen auch international für Menschenrechte, vor und hinter den Kulissen.
Egal ob durch diplomatischen Dialog oder mit harschen Worten - die Einhaltung der Menschenrechte spielte für die Große Koalition eine "zentrale Rolle". Darauf lässt sich aufbauen.
Menschenrechte sollten eine universelle Würde sein, werden aber zunehmend infrage gestellt und relativiert. Ein Appell an die Menschheit.
In der abendländischen Tradition gibt es einen starken Zweig, der auf die Verwurzelung der westlichen Menschenrechte im christlichen Glauben verweist. Jenseits der Frage, ob das stimmt, ist entscheidend, ob die Menschenrechte auch von Nichtchristen bejaht werden können oder sie ihre Gültigkeit behalten, wenn es keine Christen mehr im Abendland gäbe.
Erhalt der kulturellen Vielfalt vs. Politik der universellen Menschenrechte. Über die Herausforderung aktueller Menschenrechtspolitik.