„Dem Schiedsrichter zu widersprechen, das ist, wie wenn man in der Kirche aufsteht und eine Diskussion verlangt.“ Dieter Hildebrandt
Am 13. August 1961 begann der Bau der Berliner Mauer. Fünfzig Jahre später ist der "Antifaschistische Schutzwall" Geschichte. Und doch lebt die Idee des Mauerns weiter: In anderen Ländern, im Internet - und in den Köpfen der Menschen
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Die Berliner Mauer ist gefallen, der Geist in dem sie errichtet wurde, lebt weiter. Mauern sollen schützen: vor anderen Menschen und vor ihren Ideen. Nur politischer Mut kann diese Schutzwälle niederreissen.
Auch im Internet werden Mauern errichtet - anders als ihre physischen Pendants verrichten sie ihren Dienst häufig unbemerkt. Doch auch wenn sie sich bei autokratischen Regimes ungebrochener Beliebtheit erfreuen, gibt es immer wieder Schlupflöcher.
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Mauern lösen kein Konflikte, sondern verschärfen sie. Der vermeintliche Gegner wird anonym, unsichtbar und schnell entmenschlicht. Ob Berlin oder Belfast: Diese Logik ist tödlich.
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Die Berliner Mauer war zunächst und vor allem die Manifestation eines fundamentalen Unrechts des Regimes. Den Architekten der israelischen Mauer kommt jedoch nicht in den Sinn, dass ihr Bauwerk niemals das Übel an der Wurzel bekämpfen kann.