Die CDU ist in wirtschaftspolitischen Fragen weder existent noch seriös. Klaus Wowereit

Hintergrund

Wankender Riese

Big_a744344994

Freie Meinungsäußerung, freie Wahlen, freie Religionsausübung. Europa ist ein großer Freiheitsraum. Doch in der Krise bröckelt die Fassade. Die 27 Mitglied-Staaten müssen sich auf einen Kurs verständigen, um diesen Traum am Leben zu halten.

Hintergrund

Was macht Europa zu dem, was es ist: seine Geschichte, seine Kultur, sein gemeinsamer Wirtschafts- und Währungsraum? Auch. Aber das Wesentliche ist: Die Union der 27 ist ein großer Freiheitsraum. Freie Meinungsäußerung, freie und geheime Wahlen, freie Religionsausübung. Aus der Geschichte haben die Völker Europas gelernt: Diskurs ist besser als Gefecht. Auf absolute Wahrheitsfragen folgen absolute Konflikte.

Der Friede von Münster und Osnabrück steht unter dem Vorzeichen “etsi Deus non daretur” – als ob es Gott nicht gäbe. Der bewaffnete Konflikt aufgrund religiöser Streitigkeiten ist Geschichte auf dem Kontinent der Freiheit. Umso mehr hat die Staatengemeinschaft der Konflikt im ehemaligen Jugoslawien Ende der 90er-Jahre des 20. Jahrhunderts irritiert.

Die große Stärke Europas ist die Fähigkeit zur Diskussion, zum Diskurs, zur Selbstreflexion. Eine selbstbewusste Streitbarkeit, die dem besten Argument verpflichtet ist, ist das Alleinstellungsmerkmal jener westlichen Sphäre, die lange als das christliche Abendland bezeichnet wurde.

Die Fähigkeit zur Selbstreflexion, zur Selbstkritik führt zu einem versöhnten Umgang mit der Geschichte. Der Furor, den die Mohammedkarikaturen in der islamischen Welt ausgelöst haben oder die Verweigerungshaltung, mit der die Türkei die Frage nach der Ermordung der Armenier ausspart, belegen, dass diese Fähigkeit in anderen Kulturen nicht automatisch vorhanden ist.

Das kann die Welt von Europa lernen: Verschiedenes unter einem Dach versöhnt nebeneinanderstehen zu lassen. Im Diskurs gewinnt der, der die überzeugendsten Argumente am glaubhaftesten darstellen kann. Auch wenn die Einwohnerzahl Europas in den nächsten Jahrzehnten deutlich schrumpfen wird, steht der Kontinent weiterhin Pate als maßgebliches Beispiel für die Entwicklung anderer kultureller Räume.

zurück

Europa und Nation sind keine Gegensätze

Medium_3d1dc0f5e1

"Die EU ist heute schon ein Staat"

Staats- und Unionsbürgerschaft setzen heute keine gemeinsame Rasse oder Klasse, keine einheitliche Sprache oder Religion, keine Identität von Staat und Nation voraus, schreibt Jürgen Rüttgers.

Die Sparpolitik tötet Europa

Medium_f60e338cd0

Für eine Politik der sozialen Gerechtigkeit

Soziale Gerechtigkeit bedeutet, dass alle Menschen ihre Grundbedürfnisse erfüllen können und die bestmöglichen Chancen haben. Dazu brauchen wir Investitionen, besonders im Bereich der Bildung. Die Umsetzung muss auf europäischer Ebene geschehen, denn alleine schafft Deutschland es nicht.

Hommage an Helmut Kohl

Medium_c5fccaee83

Gab es je das Europa Kohls?

Gab es je das Europa Kohls? Das der Kooperation, Einheit, Zusammenarbeit, das der Staatswerdung, der eingerissenen Schlagbäume? Streit um die Europolitik, Streit um die Flüchtlingskrise, Brexit, Uneinigkeit über Uneinigkeit… Die Liste der Einwände ist lang.

Die Niederlage der politischen Vernunft

Medium_395160d0a5

Egon Flaig: Die Linke selbst ist rechts geworden

Der Philosoph Egon Flaig sorgt sich um das Erbe der Aufklärung: Weshalb wir eine europäische Republik brauchen.

Medium_b6d0626984

Redaktion

The European
28.06.2017

Die Pressefreiheit ist akut bedroht

Medium_df1ad5675f

Medien-Skandal um „Finis Germania“

Ein Buch sorgt derzeit für Schlagzeilen wie kaum ein anderes: Finis Germania von Rolf Peter Sieferle. Bei Amazon ist es auf Platz 1 der Verkaufscharts gestürmt. Doch dann geschah Unglaubliches. Plötzlich war das Buch wieder weg von der Liste, und rätselhafterweise verschwand auch ein Redakteur. Außerdem setzte der NDR die Zusammenarbeit mit der Jury bis auf weiteres aus. Ein handfester Skandal!

„Junge Wilde“ an der Macht!

Medium_18da4befc1

EU-Politiker immer jünger und unangepasster

Der alte Kontinent Europa wird von immer mehr sehr jungen Politikern regiert. Einige dieser „jungen Wilden“ führen ein unkonventionelles Leben. Sie stehen für einen Aufbruch in neue Zeiten und für den Abwurf traditionellen Ballasts.

 
meistgelesen / meistkommentiert