Disney kauft Marvel für vier Milliarden Dollar. Die Einverleibung des Comic-Verlags ist nach Pixar die zweite spektakuläre Übernahme des Konzerns in nur drei Jahren. Spider-Man und Micky Maus, X-Men und Donald Duck gehören damit zur selben Familie – und Disney baut sein Entertainmentmonopol weiter aus. Die Fans aber bangen: Droht jetzt die Disneyfizierung der Marvel-Mutanten?
Die Übernahme von Marvel Comics durch Disney könnte das Ende der düsteren und gespaltenen Superhelden-Charaktere bedeuten. Eine Untersuchung am Beispiel Pixar.
Das Maus-Imperium kauft Marvels Superhelden. Grotesk oder raffiniert? Die Antwort ist zwingend: Disney musste sich bewegen, um nicht in der Sackgasse der Putzigkeit zu verharren.
Erst Micky Maus und Donald Duck, dann Dumbo, Robin Hood, Peter Pan und Simba. Alle Schnee von gestern? Jetzt aber heißt es: Wolverine, Iron Man und Hulk. Was verspricht sich Disney von der Ergänzung der modernen Marvel-Charaktere?
Auf der einen Seite martialische Helden, auf der anderen Seite niedliche Figuren, so stellt sich für den unabhängigen Beobachter der Zusammenschluss der beiden amerikanischen Comic-Giganten dar. Dabei kann sich niemand vorstellen, wie Cinderella und Spiderman, Hulk und Pinocchio Arm in Arm pubertierende Jugendliche begeistern sollen.