„Demokratien sind in ihren Aspirationen besser als die Menschen, die in ihnen leben.“ Anthony Grayling
Deutschland denkt gerne pazifistisch: Nein zum Irak, nein zu Libyen. Dabei werden deutsche Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen schon lange mit Militärgewalt verteidigt. Meistens sind es die Amerikaner, die diesen Job für uns erledigen.
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Die überaus rhetorisch geführte Debatte um den Einsatz von militärischer Gewalt wird nicht enden, bis sich demokratische Grundwerte nicht wirklich global durchgesetzt haben. Solange behalten die Falken mehr Recht als die Tauben.
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Die westliche Sicherheitspolitik in Gestalt der NATO stößt an ihre Grenzen. Wer nicht ernsthaft bereit ist, den Hunger am Horn von Afrika zu lindern, der sollte auch schweigen, wenn es um die Idee einer humanitären Intervention geht.
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Deutschlands Zukunft wird um die halbe Welt verteidigt; die Bundeswehr agiert als Inkassotruppe der Wirtschaft. Das ist teuer und sinnlos. Ein Abkommen kann mehr erreichen als tausend Marinesoldaten.
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Welche Rolle will Deutschland in der Welt spielen? Pazifistischer Gegenpol zu den USA oder militärischer Mitspieler? Die Antwort liegt in der Mitte: Ja zur Friedenspflicht des Grundgesetzes - und damit auch zu Einsätzen, die den globalen Frieden zu verteidigen versuchen.
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Europa kritisiert die Militäreinsätze der USA - und wäre doch noch enttäuschter, wenn Amerika sich international zurückziehen würde. In Berlin und Paris wird die NATO zwar gerne gelobt, die Zeche bezahlt jedoch meist der Partner aus Übersee.