„Der Mensch kann nicht in einem einzelnen Lebensbereich recht tun, während er in irgend einem anderen unrecht tut.“ Mahatma Gandhi
Die Welt war so einfach: Die arabische Welt wurde von Despoten und Königen regiert, die größtenteils kompromissbereit mit dem Westen verhandelten. Das hat sich mit dem „arabischen Frühling“ geändert. Eine Region sucht nach dem Gleichgewicht.
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Bereits vor rund 100 Jahren gab es den Versuch, Syrien in eine föderale Demokratie zu transformieren. Damals hätte sich Assad über die Amerikaner gefreut.
Der geografische Begriff des Nahen Ostens ist unscharf – je nach Interessenlage bezeichnet er eine andere Region. Jetzt wäre die Zeit, ihn über Bord zu werfen.
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Israels Hysterie um die eigene Existenz ist wenig glaubhaft – sollte dem Land etwas an der Lösung der Konflikte liegen, müsste es zunächst die Palästinenserfrage klären.
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Die junge demokratische Bewegung in Tunesien tut sich schwer. Nach der Revolution ist von konstruktiver politischer Partizipation nur wenig zu sehen. Auch wenn sich die Wirtschaft erholt, bleibt das Land fragil.
Viele Tunesier äußern Bedenken nach dem Wahlerfolg der gemäßigt islamistischen Partei Ennahda und fürchten um die Frauenrechte. Die öffentlichen Debatten über Politik sind aber eben ein Erfolg der Revolution.
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Die neuen Machthaber in den arabischen Ländern bestätigen oftmals die Ängste im Westen. Doch der Umgang mit den Islamisten braucht lediglich Nüchternheit und klare Grundsätze.