Einst waren sie die Guten: Google, Starbucks und Bionade. Doch das schöne Bild vom verantwortungsvollen Wachstum hat Risse bekommen. In den Foren des Internets verbreiten sich negative Kommentare rasend schnell, und für Unternehmen, die sich Moral auf die Fahnen schreiben, ist die Fallhöhe dann besonders hoch. Ist alles nur ein Marketingtrick? Oder gibt es sie vielleicht doch – die "gute" Marke?
McDonald's wechselt die Farben. Der amerikanische Schnellverkoster überarbeitet sein zur Ikone gewordenes Logo. Europäische Verbraucher sollen von der ökologischen Redlichkeit seiner Fressfilialen überzeugt werden. Aus Rot werde also Grün: Eine der wertvollsten Marken der Welt spielt mit dem eigenen Image. Ist das klug?
Die Änderung des persönlichen Lebensstils reicht nicht aus, um die Welt zu retten. All die gut gemeinten Tipps zum persönlichen Umweltschutz lenken letztlich davon ab, härtere Gesetze und höhere Auflagen einzufordern. Dennoch können wir mit unseren täglichen Konsumentscheidungen die Welt etwas besser machen.
"Green Washing" von Marken wird schnell enttarnt. Marken sollten verantwortlich positioniert sein, um langfristig Glaubwürdigkeit zu garantieren.
Die Weltanschauung ist zu einem Alleinstellungsmerkmal für Marken geworden. Doch auch wenn die schöne neue Markenwelt Ehrlichkeit und Transparenz honoriert: Die moralische Fallhöhe für "gute Marken" ist enorm. Sie sollten daher bewusst Schwäche zeigen – genauso wie Menschen.