Man empört sich gern; im Internet noch häufiger als im wahren Leben. Dabei betreffen die am hitzigst diskutierten Themen die meisten Menschen nicht einmal persönlich. Das Netz ist voll von Millionen Privatmanifesten und Scheingefechten.
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Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Auch wenn die Masse beim Shitstorm scheinbar schützt, drohen juristische Konsequenzen. Der Persönlichkeitsschutz muss ernst genommen werden.
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Immer lauter scheinen sich die Menschen im Netz zu ereifern, immer drastischere Geschütze werden aufgefahren. Die Fragen gehen dabei oft haarscharf am Kern der Probleme vorbei. Deutschland braucht die diskursive Abkühlung.
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Populismus und Protest lassen sich nicht immer trennscharf unterscheiden. Mittelfristig könnte diese Verquickung zu einer gefährlichen Entwicklung führen, denn die mangelnde Möglichkeit der Einmischung bringt die Bürger zu recht auf die Barrikaden.
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Der Moment der kollektiven Empörung ist besonders aufschlussreich. Dabei hat der Skandal zwei Gesichter. Er ist Instrument der Aufklärung – und der Gegenaufklärung. Aber was passiert, wenn einmal ein bekanntes Gesicht oder starkes Bild fehlen?
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Wir leben in einer Gesellschaft, in der sich der Einzelne zunehmend ohnmächtig und isoliert fühlt. Die politische Elite bedient sich Worthülsen und verliert Glaubwürdigkeit, während die Medien von Skandal zu Skandal leben. Dabei kann uns gerade die Sprache helfen, wieder zueinander zu finden.