„Man kann nicht genug betonen, welchen Schaden die 35-Stunden-Woche unserem Land gebracht hat.“ Nicolas Sarkozy
Ratingagenturen sind private Unternehmen - und enorm einflussreich auf den globalen Finanzmärkten. Selbst eine einzelne Fehlentscheidung kann zum Brandbeschleuniger der Finanzkrise werden. Überwacht und hinterfragt werden die Agenturen trotzdem kaum - und gefährden die Neuausrichtung nach der Krise.
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Von Ratingagenturen herabgestufte Länder müssen ein Klagerecht erhalten. Ansonsten wird niemals transparent, wie die eng mit der Finanzwirtschaft verklüngelten Agenturen ihre Bewertungen eigentlich erstellen.
Die Kreditwürdigkeit von Irland und Portugal ist herabgestuft worden - und alle rufen plötzlich nach einer europäischen Ratingagentur als Antwort auf die Krise. Welch ein Trugschluss! Gute Ratings einer Euro-Agentur sollten nicht über die miserable Wirtschaftsentwicklung hinwegtäuschen.
Käuflich, voreingenommen und blind: Die Ratingagenturen haben derzeit keinen guten Stand. Doch das Umsatteln auf staatliche EU-Institute würde das Problem nicht lösen, mehr Wettbewerb im Rating-Markt ist jedoch ein guter Anfang.
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Das Problem sind nicht die Ratingagenturen, sondern deren Berechnungsgrundlage. Entgegen jeder Vernunft behaupten die Ökonomen noch immer, Wachstum würde Schulden tilgen. Alternative Ansätze müssen jetzt von unten durchgesetzt werden.
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Die Marktmacht der Ratingagenturen haben wir lange unkritisch hingenommen, teilweise sogar gestärkt. Eine europäische Alternative ist kostspielig und nicht über Nacht realisierbar. Jedoch müssen wir die luftabschnürende Bedeutung der US-Agenturen jetzt drastisch einschränken.
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Es ist Zeit für eine unabhängige europäische Ratingagentur - und ein Ende der Dominanz von Fitch, Moody’s und Standard & Poor’s. Die großen drei aus den USA haben durch ihre Monopolstellung die Finanzkrise mit verursacht - und dabei unser Vertrauen endgültig verspielt.