„Papst Benedikt hat ein waches Gespür für das, was eine Gesellschaft lebenswert macht und im Innersten zusammenhält.“ Robert Zollitsch
Über zwei Drittel der Deutschen bezeichnen sich als religiös - doch wie relevant sind Weihrauch und Katechismus für die junge Generation überhaupt noch? Religion muss sich im Wettstreit um die Aufmerksamkeit der Menschen behaupten.
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Die Schönheitskonkurrenz konfessioneller Milieuprägungen bleibt hinter den gemeinsamen Herausforderungen an Christen und Kirche zurück. Kirche mit gesellschaftlicher Wirkung können wir dann sein, wenn wir Hinweis auf den lebendigen Gott sind. Und dabei auf eine „ungeistliche“ Eifersucht um die Ehre der je eigenen Tradition verzichten.
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Es ist längst nicht so schlecht um die katholische Kirche bestellt, wie Alexander Görlach in seiner letzten Kolumne behauptet. Und auch die Kirchen der Reformation taugen nicht als Alternative.
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Wer nicht an Gott glaubt, glaubt auch an nichts anderes. Dass Religion und Kirche einander brauchen, ist der Existenzgrund der Kirchen – doch von selbst kommt diese Verbindung nicht zustande.
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An irgend etwas muss man ja glauben – warum nicht auch an alternative Behandlungsmethoden, Wünschelruten und Wasseradern? Dabei darf man nur Glauben und Wissen nicht durcheinander bekommen.
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Die heutige Gesellschaft ist in Glaubensfragen schon lange nicht mehr homogen. Doch wenn Glaube ein Stützpfeiler sein soll, dann kann man sich nicht an dem orientieren, was schick und angesagt ist.
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Der Papst mag nach Deutschland kommen, aber das Zentrum christlichen Glaubens ist Europa schon lange nicht mehr. Von Benedikt XVI. kann daher niemand erwarten, Rücksicht auf die Befindlichkeiten in Berlin-Mitte zu nehmen.