„Da muss man kein Mathematiker sein, da reicht Volksschule Sauerland, um zu wissen: Wir müssen irgendetwas machen.“ Franz Müntefering
Das glücklichere Händchen hatte Merkel immer schon in der Außenpolitik. In Berlin selber rumort es, bei Themen wie dem Atomausstieg oder der Vorratsdatenspeicherung kommen die einstigen Wunschpartner nicht zusammen. Die Durchhalteparolen werden nicht bis 2013 reichen.
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Ein Ende der Koalition ist nicht im Interesse der Union oder der FDP, Schwarz-Gelb wird bis 2013 halten. Doch das eigentliche Problem liegt woanders: Der Regierung fehlen die Ideen. Saft- und kraftlos wird verwaltet, ohne aktiv zu gestalten.
Den Gang zum Scheidungsanwalt wählt nur, wer bereits das Auge auf jemand anderen geworfen hat. Doch genau deshalb wird sich Schwarz-Gelb über die Zeit retten: Es mangelt schlicht an Alternativen zur aktuellen Hassliebe von Union und FDP.
Es rumort in der Koalition. Beide Partner fremdeln schon länger, jetzt müssen auch noch der Atomausstieg und Hilfen für Griechenland abgesegnet werden. Falls Frau Merkel die Vertrauensfrage stellen muss, dürfte es um das einstige schwarz-gelbe Liebesbündnis geschehen sein.
Von einem möglichen Ende der Koalition kann nur die Opposition profitieren. Für die FDP würde es den Gang in die Bedeutungslosigkeit einläuten, für die Union die Selbstzerfleischung. Solange Kanzlerin Merkel weiter kämpft, bleibt das Zweckbündnis intakt. Am Ende könnte sogar eine dritte Amtszeit für Kanzlerin herausspringen.