Sie können keine Gesundheitsreform machen, ohne dass alle die Katastrophe beschwören. Ulla Schmidt

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Jugend forsch

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Seit mehreren Wochen protestiert die spanische Jugend gegen Perspektivlosigkeit und politische Korruption. Inzwischen sind die Zeltlager geräumt, doch die Empörung hält an. Die Bewegung "Democracia Real Ya" kämpft um ihren Einfluss auf das politische System.

Hintergrund

“Echte Demokratie Jetzt!”- Die hohe Arbeitslosigkeit in Spanien veranlasst Jugendliche am 15. Mai 2011 mit einem Aufruf in 58 spanischen Städten die landesweite Protestbewegung ¡Democracia Real Ya! zu starten. Junge Arbeitslose errichten landesweite Protestcamps, gehen auf der Puerta del Sol in Madrid auf die Straße und empören sich über die schlechte wirtschaftliche Situation des Landes.

Aus einem Katalog der Empörten (Los Indignados) sind vier Grundforderungen entstanden: Eine Reform des Wahlgesetzes, verstärkte Kontrolle von Politikern, Kampf gegen die Korruption und Trennung der politischen Kräfte. Für die prekäre Lage wird die amtierende sozialistische Partei unter Premier José Luis Rodríguez Zapatero verantwortlich gemacht.

Die Regierung setzt wegen der hohen Verschuldung einen Sparplan durch, bei welchem Beamtengehälter gekürzt, Renten eingefroren und Kündigungen erleichtert werden sollten.

Die Bewegung Movimiento 15-M ( “Bewegung 15.Mai”) äußert, dass sie sich vom herrschenden Zweiparteiensystem (Cortes), Partido Popular (PP) und Partido Socialista Obrero Español (PSOE), nicht repräsentiert fühlt. Sie rief dazu auf sich bei den Regional- und Kommunalwahlen am 22. Mai 2011 weder auf Seiten der Sozialisten noch auf die der Konservativen zu stellen.

Die spanische Regierungspartei erlitt an jenem Wahlwochenende eine schwere Niederlage. Zapatero gibt sich unbesorgt und betont, die spanische Polizei erst dann eingreifen zu lassen, wenn es zu Gewaltübergriffen käme. Doch nach einem Ansturm der Demonstranten auf das spanische Innenministerium, beginnen die Beamten sämtliche Protestorte zu räumen und abzuriegeln. Mehrfach werden Bilder gezeigt, auf denen Polizisten mit Schlagstöcken gegen die Bewegung vorgehen, sie vertreiben und es mehrfach auch zum Einsatz von Gummigeschossen kam.

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Ursachen der spanischen Proteste

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Sturm und Drang

Die spanische Protestbewegung ist weder eine gegen das System noch eine reine Jugendbewegung. Sie zeigt die Probleme auf und macht konstruktive Vorschläge zu deren Lösung. Das bringt ihr große Sympathien in der Bevölkerung ein.

Empörte Jugend in Spanien

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Und sie repräsentieren Euch doch

Die spanischen Jungsozialisten können die Empörung der Jugend gut verstehen, denn an der Wirtschaftskrise leidet das Land noch heute. Daher geht der Appell an die Jugend: Engagiert Euch!

Krise der spanischen PSOE

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Ratlose Genossen

Die Situation für die spanischen Regierungssozialisten erscheint dramatisch. Seit Mitte Mai protestieren auf dem Platz an der „Puerta del Sol“ in Madrid vor allem junge Menschen gegen die Verknöcherung der Politik und gegen die Abschottung der politischen Eliten von der Gesellschaft.

Jugend und Politik in Spanien

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Hurra, ein Revolutiönchen

Viel mehr als heiße Luft haben die Proteste in Spanien oftmals nicht zu bieten. Während die Demonstranten auf der einen Seite den Staat verteufeln, wird am anderen Ende schon wieder nach mehr Staatsinterventionen gerufen. Eine Revolution sieht anders aus.

Proteste in Madrid

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Die Träumer von der Puerta del Sol

Wenn eine junge, gut ausgebildete Generation auf dem Arbeitsmarkt kaum Chancen hat, und wenn diejenigen, die Arbeit haben, damit kaum ihren Lebensunterhalt bestreiten können, darf sich niemand wundern, wenn sich der Unmut dieser Generation Bahn bricht.

Perspektivlosigkeit der Jugend

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Hört auf eure Jugend!

Was bleibt, wenn die Zelte der spanischen Protestbewegung abgebaut sind und die Medien wieder wegschauen? An der Arbeitslosigkeit hat sich nichts geändert, die Jugend bleibt pessimistisch. Die Zeit zum Jubeln ist noch nicht gekommen.

 
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