„Sie können keine Gesundheitsreform machen, ohne dass alle die Katastrophe beschwören.“ Ulla Schmidt
Seit mehreren Wochen protestiert die spanische Jugend gegen Perspektivlosigkeit und politische Korruption. Inzwischen sind die Zeltlager geräumt, doch die Empörung hält an. Die Bewegung "Democracia Real Ya" kämpft um ihren Einfluss auf das politische System.
Die spanische Protestbewegung ist weder eine gegen das System noch eine reine Jugendbewegung. Sie zeigt die Probleme auf und macht konstruktive Vorschläge zu deren Lösung. Das bringt ihr große Sympathien in der Bevölkerung ein.
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Die spanischen Jungsozialisten können die Empörung der Jugend gut verstehen, denn an der Wirtschaftskrise leidet das Land noch heute. Daher geht der Appell an die Jugend: Engagiert Euch!
Die Situation für die spanischen Regierungssozialisten erscheint dramatisch. Seit Mitte Mai protestieren auf dem Platz an der „Puerta del Sol“ in Madrid vor allem junge Menschen gegen die Verknöcherung der Politik und gegen die Abschottung der politischen Eliten von der Gesellschaft.
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Viel mehr als heiße Luft haben die Proteste in Spanien oftmals nicht zu bieten. Während die Demonstranten auf der einen Seite den Staat verteufeln, wird am anderen Ende schon wieder nach mehr Staatsinterventionen gerufen. Eine Revolution sieht anders aus.
Wenn eine junge, gut ausgebildete Generation auf dem Arbeitsmarkt kaum Chancen hat, und wenn diejenigen, die Arbeit haben, damit kaum ihren Lebensunterhalt bestreiten können, darf sich niemand wundern, wenn sich der Unmut dieser Generation Bahn bricht.
Was bleibt, wenn die Zelte der spanischen Protestbewegung abgebaut sind und die Medien wieder wegschauen? An der Arbeitslosigkeit hat sich nichts geändert, die Jugend bleibt pessimistisch. Die Zeit zum Jubeln ist noch nicht gekommen.