„Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen.“ Dieter Hildebrandt
Seit fünf Jahren gibt es in Deutschland die "Exzellenzinitiative" an Universitäten. Doch was haben die Gelder dem Forschungsstandort Deutschland gebracht? Und wem haben Sie geholfen? Zeit für eine kurze Zwischenbilanz.
Die Exzellenzinitiative hat das Ende des Egalitarismus an deutschen Unis eingeleitet. Doch die Fixierung auf das Label Elite zementiert bestehende Ungleichheiten des Bildungssystems. Zukunftsfähig ist es in der aktuellen Form nicht - das vorhandene Potenzial geht großteils verloren.
2
Die Exzellenzinitiative bricht mit der deutschen akademischen Tradition. Doch ihr eigentlicher Fehler liegt in der gewollten Produktion von Ungleichheit: Wenn die reichen Unis zu Lasten des Rests gefördert werden, sinkt das Bildungsniveau allgemein. Der Verlierer ist am Ende das deutsche Universitätssystem.
3
Wettbewerb schafft Exzellenz. Fünf Jahre nach dem Beginn der Exzellenzinitiative sind erste positive Entwicklungen klar erkennbar, die deutsche Uni-Landschaft profitiert nachhaltig. Fünf Zeichen des Erfolges.
3
Einige Gewinner stehen vielen Verlierern gegenüber - die von der Regierung ausgelobte Exzellenzinitiative der deutschen Hochschulen ist eine Pleite. Sie hat die Unis gefördert, denen es ohnehin bereits gut ging und der Rest darf nun schauen, wo er bleibt.