„Ludwig Erhard plus AIG plus Lehman plus bürgerliche Werte – das ist eine Killerapplikation gewesen.“ Frank Schirrmacher
Im kleinsten deutschen Bundesland wird am 22. Mai gewählt. Doch muss sich jeder Stadtstaat eine eigene Landesregierung leisten, Bürokratie und Kosten inklusive? Eine Alternative gibt es seit Jahren: Durch die Zusammenlegung mehrerer Länder mit Bremen und Hamburg könnte ein schlanker Nordstaat geschaffen werden. Eine utopische Idee? Die Begeisterung in Bremen hält sich in Grenzen.
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Wie alle Stadtstaaten ist Bremen unverwechselbar. Mit Kraft und Beständigkeit haben die Menschen hier viel erreicht, nicht nur in wirtschaftlichen Belangen wie dem Hafen. Die Kosten einer Neugliederung der Länder sind höher als ein bislang unbewiesener Nutzen.
Es gibt keinen Grund, die Stadtstaaten abzuschaffen. Dafür spricht nicht nur ihre bedeutende Geschichte, etwa bei den Hansestädten Bremen und Hamburg, sondern auch ihre enorme wirtschaftliche Effizienz. Im ureigensten Interesse des Staates sollten diese föderalen Einheiten vielmehr gestärkt werden.
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Trotz hoher Schulden hat Bremen eine beeindruckend hohe Wirtschaftskraft. Was die Stadt außerdem besonders interessant macht, ist ihre Eignung als Demokratielabor. Worüber Baden-Württemberg jetzt staunt, ist in Bremen schon länger Realität: Grüne an der Regierung. Stadtstaaten sind nicht überflüssig, sondern werden gebraucht.