Demenz ist eine Volkskrankheit. An einer ihrer mehr als 100 Variationen sind heute bis zu 1,3 Millionen Deutsche erkrankt. Durch den demographischen Wandel könnte sich diese Zahl bis 2050 verdoppeln. Wie gehen wir mit Demenz um? Nicht zuletzt der Freitod von Gunter Sachs zeigt die Ratlosigkeit unserer Gesellschaft.
Demenz wird zu einer der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft in den kommenden Jahrzehnten. Umso wichtiger, dass wir jetzt in den Dialog treten und darüber beraten, was zu tun ist. Ein erster wichtiger Schritt muss sein, die Stigmatisierung des Krankheitsbilds aufzuheben.
Durch den demografischen Wandel steigt die Zahl der Menschen mit Demenz. Doch eine öffentliche Debatte über eine Ausweitung der Pflegeleistungen und der Akzeptanz findet nicht statt. Das muss sich ändern - denn jeder kann einmal betroffen sein.
Zu lange wurde die Betreuung demenzkranker Menschen auf die körperliche Dimension reduziert. Dabei vergessen wir, dass es auch um die Kommunikation geht - trotz aller Hürden des Alters. Die Pflegekassen und die Politik müssen einen erweiterten Pflegebegriff verinnerlichen.
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Ein Gespenst geht um in Deutschland: Die Angst, die Kontrolle über sich selbst zu verlieren. Hat der Mensch das Ende seines Lebens erreicht, wenn er z. B. aufgrund einer Alzheimererkrankung nicht mehr klug über etwas nachdenken, keine Bücher mehr lesen und sich mit anderen vernünftig über etwas unterhalten kann?