Seltene Erden sind unverzichtbar für die Herstellung von PCs und Handys. 97% davon stammen aus China, seit 2010 hat das Land mit einem Exportstopp die Verfügbarkeit eingeschränkt und die Preise nach oben getrieben. Es ist an der Zeit, über einen Recyclingkreislauf nachzudenken.
Um die Versorgung mit Seltenen Erden auch in Zukunft sicherzustellen, ist Aktion gefragt. Doch Deutschland hat perfekte Voraussetzungen für die Zusammenarbeit mit Förderländern und nachhaltiges Recycling.
Seltene Erden haben in den vergangenen Monaten eine gewisse Popularität erlangt. Diese ist der chinesischen Außenpolitik zu verdanken. Im Streit mit Japan um einzelne Inseln hat China die Seltenen Erden als politische Waffe eingesetzt und damit allen vor Augen geführt, wie abhängig große Industrieländer von den chinesischen Rohstoffen sind.
Noch hat China ein de-facto Monopol auf viele seltene Metalle, doch das könnte sich ändern. Nicht nur ist ein Klage der WTO anhängig, auch neue Rohstoffquellen außerhalb Chinas werden erschlossen. Bis dahin wird das Thema Recycling immer wichtiger.
Wenn China beschließt, die Seltenerdmetalle selber zu brauchen, dann guckt die westliche Welt in die Röhre. Da hilft kein Jammern und Klagen, wir müssen uns selber aus dieser Abhängigkeit befreien.