„Im Umgang mit der Sprache steht der Schriftsteller vor der Aufgabe, eine allgemeine Dirne zu einer Jungfrau zu machen.“ Karl Kraus
In Baden-Württemberg tut sich Historisches: Die Union muss in die Opposition und die Grünen stellen mit Winfried Kretschmann den ersten Ministerpräsidenten der Parteigeschichte. Kanzlerin Merkel ist nun unter Zugzwang, ist doch auch ihr politisches Schicksal mit dem Wahlausgang verknüpft.
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Kanzlerin Merkel wird die Niederlage im CDU-Stammland Baden-Württemberg überleben, auch wenn sie die Schlappe auch auf ihre Kappe nehmen muss. Bis 2013, zur Bundestagswahl, muss sie den Wählern eine klare und nachvollziehbare Haltung zur Atomfrage präsentieren.
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Die Wähler haben in Rheinland-Pfalz auf Beharrung und in Baden-Württemberg auf Wandel gesetzt. Beides ist Ausdruck einer lebendigen und vielfältigen politischen Kultur im Land. Allein die SPD kann diesen Wandel nicht gestalten. Sie ist nicht mehr als die tragische Ruine einer Volkspartei.
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Die Zeit läuft. Und sie läuft gegen Schwarz-Gelb. Denn nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ist klar: Viele Bürger sind der Koalition von Union und FDP in Berlin überdrüssig.
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Die Niederlage der Linkspartei in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ist mehr als ein Ausrutscher. Sie ist deutlicher Weckruf für eine Partei, deren personelle, inhaltliche und strategische Defizite unübersehbar sind.
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Die Wahl in Baden-Württemberg kennt viele Verlierer (CDU/CSU, FDP, SPD und Linkspartei) und nur einen klaren Sieger (Die Grünen). Zeit für eine neue Vermessung der deutschen Parteienlandschaft.
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Mit Winfried Kretschmann bekommt Baden-Württemberg einen untypischen Politiker als Ministerpräsidenten. Für seine Partei ist er dennoch genau der Richtige.