EU-Staaten haben jahrelang enge Beziehungen zu Mubarak gepflegt und Gaddafi mit Waffenlieferungen unterstützt. Und jetzt? Im Umgang mit Autokraten werden die Grenzen der europäischen Diplomatie deutlich.
Die Türkei will sich in den Ländern des benachbarten Nahen Ostens stärker einbringen. Mit der bisherigen Null-Problem-Politik wird Ankara zukünftig nicht mehr weit kommen.
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Der Bürgerkrieg in Syrien wird nur dann diplomatisch zu lösen sein, wenn ein militärisches Eingreifen nicht länger tabuisiert wird. Der Westen sollte vor dieser unangenehmen Wahrheit nicht die Augen verschließen.
Ein Jahr nach Beginn der Aufstände in der MENA-Region lässt sich eine dreifache Bilanz ziehen. Die Proteste sind nachhaltig, die westliche Reaktion unergiebig und Europa verliert an Macht.
Manchmal muss man auch mit Autokraten reden, selbst wenn es wehtut. Deshalb ist die Kritik an der bisherigen Politik des Westens mit Ägypten und Co. heute wohlfeil – doch die Debatte hat eine unschöne Schlagseite.
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Der Westen, die NATO und Israel – alles Imperialisten. Assad und Gaddafi? Opfer von deren Ambitionen. Das Internet ist voller Absurditäten, doch kritisch wird es, wenn solche Positionen von etablierten Parteien im Bundestag geteilt werden.
Zwei gegensätzliche Impulse prägen den politischen Diskurs in den USA bezüglich des Arabischen Frühlings: die Förderung von freiheitlichen Idealen und der Schutz amerikanischer Interessen. Dabei geraten die Bedürfnisse der Menschen in der Region aus dem Blickfeld.