Europa streitet über seine Grenzen: Ob Flüchtlinge aus Nordafrika oder die Asyl-Problematik im Inneren. Frankreichs Präsident Sarkozy wagt den Vorstoß und fordert, das Schengen-Abkommen temporär auszusetzen, während im Süden der Union die Agentur Frontex die Grenzen der Festung Europa sperrt.
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Wie sollte Europa mit Flüchtlingen und Einwanderern allgemein umgehen? Es sollte seiner Verantwortung gerecht werden. Und es sollte sich die Rosinen herauspicken. Beides zusammen geht.
Wer versucht, Schengen einzuschränken, der legt die Hand an Europa. Die offenen Grenzen müssen verteidigt und Schengen weiter entwickelt statt zurückgebaut werden.
Schengen ist die europäische Erfolgsgeschichte. Nun unterstützt Innenminister Friedrich einen französischen Vorstoß und will das Rad zurückdrehen. Europas Ideale dürfen nicht dem Wahlkampf geopfert werden.
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Die Freizügigkeit der EU ist eine ihrer größten Errungenschaften - sie infrage zu stellen, ist gleichsam ein Angriff auf das Fundament der Union. Die Verteidiger der europäischen Idee müssen nun handeln; notfalls knallhart.
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Wir haben in der EU alle Instrumente zur Hand, um der Flüchtlingssituation Herr zu werden - ein Ende der Freizügigkeit darf es deshalb nicht geben! Der Aufbau eines gemeinsamen europäischen Asylsystems ist der richtige Weg, doch nur auf Basis vernünftiger Gesetze.
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Es gibt in der Europäischen Union kein gemeinsames Verständnis von Solidarität. Während Italien und Frankreich sich in der Flüchtlingsfrage in die Haare bekommen, werden nur vage Schritte hin zu einer gemeinsamen Linie unternommen - dabei könnte die, trotz späten Krisenmanagements, zu einem besseren Europa führen.