„Wenn Amerika keinen Richtungswechsel einläutet, bin ich davon überzeugt, dass wir das Frankreich des 21. Jahrhunderts werden.“ Mitt Romney
Hamburg ist bekannt für schillernde Figuren und politische Kapriolen. Was ist das für eine Stadt, in der ein Richter Gnadenlos zur politischen Gallionsfigur aufsteigen kann - und dann zurück in die Tiefe rauscht? Ein Ausblick auf die Protagonisten der Bürgerschaftswahl: das Hamburger Volk.
1
Hamburg hat gezeigt: Absolute Mehrheiten sind nicht unmöglich - und auch die FDP ist nicht so abgeschlagen, wie es die Bundespolitik andeuten mag. Doch Hamburg ist letztlich nur eine Kommunalwahl. In Berlin wird erst nach den nächsten Regionalwahlen im März abgerechnet.
Olaf Scholz hat es geschafft, die zerstrittene Elb-SPD zu vereinen. Doch wer glaubt, den Sozialdemokraten stünde ein Durchmarsch bevor, der irrt. Die Genossen sind gut beraten, sich ein Clausewitz-Zitat vor Augen zu führen.
Der Hamburger als solcher ist erstaunlich unberechenbar. Ob Schwarz-Grün, Schill-Partei oder die Abwesenheit der FDP: Der Hanseate stimmt gegen den Strom. Auch an diesem Sonntag ist damit alles offen.
3
Die Hanseaten halten es aus Tradition mit den Sozialdemokraten. Das Intermezzo mit Ole von Beust hatte sich überlebt, nachdem der CDU-Mann den Grünen zu viele Zugeständnisse gemacht hat. Sollte Scholz gewinnen, wäre er gut beraten, diesen Fehler nicht erneut zu begehen.