„Hollywood ist ein Ort, wo sie dir 50000 Dollar für einen Kuß und 50 Cent für deine Seele zahlen.“ Marilyn Monroe
Seit den Zwischenwahlen ist die Tea Party im US-Kongress vertreten, für das Attentat in Arizona wird der Bewegung eine Mitschuld gegeben. Die Tea Party polarisiert an jeder Front. Ihre Rolle als Sprachrohr der frustrierten Basis ist dabei verloren gegangen.
Der Tea-Party-Blogger Mark Noonan wundert sich nicht, dass einige Europäer denken, viele Amerikaner hätten nicht mehr alle Tassen im Schrank. Doch das Attentat von Arizona erlaubt keine Rückschlüsse auf die Tea-Party-Bewegung. Vielmehr sagt sie etwas über die Zweigeteiltheit der US-Bevölkerung aus.
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Astronomische Haushaltsdefizite, Verstaatlichung des Finanzsektors und Stimuluspakete, natürlich hatte die Entstehung einer wutgeladenen Graswurzelopposition am rechten Rand eine Chance: Um ein präzises Bild der Dynamik zu gewinnen, müssen die kulturellen Hintergründe des neuen konservativen Widerstands berücksichtigt werden. Sie bestehen maßgeblich in der fortgeschrittenen Aushöhlung des Mythos vom amerikanischen Exzeptionalismus durch die real existierende Globalisierung.
Die Tea Party polarisiert. Auch Sarah Palin hat nach dem Attentat in Arizona wieder nachgelegt und den Gegnern "Blutanklage" vorgeworfen. Denn die Wut der Mittelschicht trägt die Bewegung auch weiterhin. Für Palin könnte es sogar auf eine Präsidentschaftskandidatur hinauslaufen.
Bei der Tea-Party-Bewegung handelt es sich unter anderem um das letzte Aufbäumen eines Teils der (noch) weißen Mehrheit, die durch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise und einen monumentalen demografischen Wandel ihre bisherige Bedeutung in der amerikanischen Gesellschaft schwinden sieht. Doch die junge Generation tickt anders.
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Die Tea-Party-Bewegung ist gekommen, um zu bleiben. Die Republikaner nutzen die Wut der Bewegung, um die Drecksarbeit zu erledigen – in die Logen der Macht wollen sie die aufgebrachten Amerikaner jedoch nicht lassen. Denn eine stringente Agenda haben die Wutbürger nicht.
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Das verbindende Element der Tea-Party-Bewegung ist die Ablehnung des politischen Establishments. Dabei verstricken sich ihre Mitglieder in einen Widerspruch: Sie fordern weniger Staat, also Steuersenkungen, gleichzeitig wollen sie aber mehr umsorgt werden.