Wie sieht unser heute benötigtes Wissen über das morgen benötigte Wissen aus? Wie hat sich unser Konzept von Bildung verändert und was bedeutet das für den Erwerb und die Weitergabe von Wissen? Findet Bildung in der Zukunft immer mehr losgelöst vom universitären Kontext statt, wird sie dadurch demokratischer?
Auch wenn der Umgang mit Medien heute zur Bildung dazugehört, kann Wissen nicht von Wissenserwerbsstrategien ersetzt werden. Ein vernetztes Vorwissen ist die Voraussetzung für den sinnvollen Umgang mit Informationstechnologien. Bildungserwerb ist keine Einbahnstraße, sondern lebt vom kritischen Austausch mit anderen Personen.
Angesicht der rasanten technischen Entwicklung steht auch das Bildungssystem vor großen Herausforderungen. Eine gute Gelegenheit zu überdenken, wie und welches Wissen wir eigentlich vermitteln wollen. Moderne Technologien bergen hierbei ein Füllhorn an Möglichkeiten.
Besonders US-amerikanische Hochschulen sehen sich nicht nur als Wissens-, sondern auch als Wertevermittler. Dies kann ein virtuelles Netzwerk nicht übernehmen. Aber im Hinblick auf die Finanzierungsmöglichkeiten von US-amerikanischen sowie deutschen Universitäten drängt sich die Frage auf, ob diese ihrer Funktion als Wissensvermittler überhaupt noch gerecht werden können. Droht die Endstation Online-Campus?
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Im Zeitalter der Globalisierung ist Bildung mehr denn je auch interkultureller Auftrag. Wir stehen vor der Aufgabe, uns selbst und unser Wissen ständig hinterfragen zu müssen. Je mehr Informationen zur Verfügung stehen, desto kritischer müssen wir mit ihnen umgehen.
Der Erwerb und die Weitergabe von Wissen haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien sind zu Schlüsselfaktoren mobiler und flexibler Bildung geworden. Bei nachhaltiger Nutzung und richtiger Anwendung erhöhen sie die Bildungschancen besonders für Studierende aus Schwellenländern.