Im Januar 2011 findet in München die DLD-Konferenz (Digital Life Design) statt. The European veröffentlicht als Medienpartner auszugsweise die Texte der DLD-Debatte. Jeff Jarvis, Nicholas Carr, Douglas Rushkoff und andere streiten über die Zukunft von Öffentlichkeit und Datenschutz.
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Technologie ist der Motor der Moderne, sie emanzipiert jeden Einzelnen von uns und nimmt in immer stärkerem Maß Einfluss auf unser Leben. Heute geht es noch um alltäglichen Klatsch und Tratsch und morgen treibt ein wütender Facebook-Mob einen totalitären Herrscher vom Thron.
Informationen sind Macht. Niemand weiß das besser als Journalisten. Doch die Entwicklung des Internets schafft immer mehr Konkurrenz – in Form von "citizen journalists“, informierten und aktiven Bürgern, die journalistische Inhalte weiterverarbeiten. Die alten Welterklärer müssen sich auf diese neuen Spielregeln einlassen. Oder untergehen.
Erst in der Zuspitzung durch das Internet wird uns bewusst, wie zerbrechlich unsere Demokratie ist. Denn die digitale Gesellschaft hat auch Schattenseiten: Der kriminellen Kamarilla ist ohne Anpassung des Rechtsstaats nicht beizukommen.
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Obwohl das Internet erst seit 20 Jahren verbreitet ist, scheint ein Leben und Arbeiten ohne Netz kaum vorstellbar. Aber unsere Abhängigkeit vom Internet hat auch eine Schattenseite. Durch konstante Ablenkungen, Unterbrechungen und Reizüberflutungen verführt es uns zu intellektueller Oberflächlichkeit.
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Die Sicherung der Privatsphäre im Netz erfordert legislative und technologische Eingriffe. Vollkommen werden diese niemals sein. Wir müssen uns überlegen, welchen Wert wir dem Vergessen und Vergeben in einer Welt zuschreiben, in der Daten auf ewig archivierbar sind.
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Alle reden vom Internet – doch die meisten von uns haben keine Ahnung, wie das Netz hinter den Bedienoberflächen der Webseiten funktioniert. Wenn wir das Internet verstehen und uns gegen Missbrauch wehren wollen, müssen wir uns neu alphabetisieren. Programmieren muss so selbstverständlich werden wie schreiben.