„In der Welt ist es leider zu oft so, dass Menschen den Geldwert einer Sache mit deren tatsächlicher Wertigkeit assoziieren.“ Peter Silverman
Stand 9. Juli 2011 ist der Südsudan ein unabhängiger Staat. Doch Öl-Streit, ethnische Spannungen und eine schwache Infrastruktur bedrohen das 193. Mitglied Staatenfamilie. Und auch die Situation in Darfur, im nördlicheren Sudan, verschärft sich. Region und Menschen kommen nicht zur Ruhe.
Im Sudan spenden Abgeordnete ihr Gehalt für die Armee. Die Region ist ausgelaugt und versehrt. Dennoch droht erneut ein offener Krieg zwischen Nord und Süd auszubrechen.
Der Südsudan ist das 193. Land, das den Vereinten Nationen beigetreten ist. Der jüngste Staat Afrikas wird aber von schweren Hypotheken belastet. Ob die blutige Vergangenheit, ethnische Konflikte oder der Öl-Streit mit dem Norden: Präsident Kiir stehen raue Zeiten ins Haus.
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Im Sudan eskaliert die Gewalt. Hunderttausende wurden vertrieben. Mit der Eskalation schlägt die Stunde der Afrikanischen Union (AU) unter Thabo Mbeki. Der ehemalige südafrikanische Staatspräsident hat den Konflikt zum Schauplatz einer irrwitzigen Agenda auserkoren, die am Ende Tausende das Leben kosten könnte.
Akut droht kein neuer Krieg im Sudan. Doch die Politik des Nordens - Friedensrhetorik gepaart mit immer neuer Gewalt - wird mittelfristig zur Destabilisierung beitragen. Darüber können auch diplomatische Beschönigungen nicht hinwegtäuschen.
Die aktuellen Konflikte um die Grenzprovinz Abyei sollten nicht überbewertet werden. Der Nordsudan wird weiterbestehen, der Süden wird mittelfristig bereuen, den Weg der Unabhängigkeit gegangen zu sein. Die internen Machtkämpfe haben bereits begonnen.
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Auch im Sudan könnte es zu einer Revolution wie in Tunesien oder Ägypten kommen. Die Jugend ist frustriert, viele Menschen vom steigenden Wohlstand ausgeschlossen. Auch wenn Staatschef Al-Bashir vordergründig mit harter Hand gegen Proteste vorgeht, muss er um seine Macht zittern.