In der Welt ist es leider zu oft so, dass Menschen den Geldwert einer Sache mit deren tatsächlicher Wertigkeit assoziieren. Peter Silverman

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Die Tragödie von Nr. 193

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Stand 9. Juli 2011 ist der Südsudan ein unabhängiger Staat. Doch Öl-Streit, ethnische Spannungen und eine schwache Infrastruktur bedrohen das 193. Mitglied Staatenfamilie. Und auch die Situation in Darfur, im nördlicheren Sudan, verschärft sich. Region und Menschen kommen nicht zur Ruhe.

Hintergrund

Die Zusammenlegung von Nord- und Südsudan zum größten Flächenstaat Afrikas wurde 1947 von der nordsudanesischen Führung beschlossen – ohne Beteiligung des Südsudans. Seit 1956 ist der Sudan unabhängig von Großbritannien. Doch die mehrheitlich christlichen Südsudanesen fühlten sich durch das Gesamtgebilde Sudan mit dem muslimisch geprägten Norden nie repräsentiert. Deswegen kam es vom 1955 bis 1972 und von 1983 an zu Rebellenkämpfen für die Unabhängigkeit des Südsudans. 1983 übernahm die Sudanesische Volksbefreiungsarmee (SPLA) die Führung des Südsudans und schloss 2005 mit der sudanesischen Führung in Khartoum ein Friedensabkommen. Seitdem war der südliche Teil des Sudans eine autonome Region des Landes. Aam 9. Juli 2011 erlangte der Südsudan die Unabhängigkeit vom Sudan.

Der Südsudan verfügt über einen Großteil des Erdölvorkommens des Landes, rund 85 Prozent des sudanesischen Erdöls liegt hier, und es ist nicht geklärt, wie die Einnahmen aus dem Ölexport zwischen Norden und Süden aufgeteilt werden. Die Erdölvorräte sind von großer wirtschaftlicher Bedeutung und führen immer wieder zu Spannungen.

Besonders umstritten ist die Grenzregion Abyei zwischen Norden und Süden. Hier liegt ein Großteil der Ölreserven des Sudans. Im Friedensabkommen von 2005 wurde festgelegt, dass die Einwohner mit dem Referendum 2011 bestimmen können, ob sie zum Norden oder Süden gehören wollen. Jedoch ist aufgrund verschiedener ethnischer Gruppen nicht klar definiert, wer als Bewohner welcher Region gilt.

Die Regierung in Khartoum wirft dem Süden vor, sich auf eine erneute Konfrontation vorzubereiten. Und der Süden wirft dem Norden vor, Vorbereitungen für eine militärische Invasion zu treffen. Somit zeichnet sich die Gefahr eines erneuten Krieges ab.

Zurück

Im Sudan droht erneut Krieg

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Es ist Krieg und jeder geht hin

Im Sudan spenden Abgeordnete ihr Gehalt für die Armee. Die Region ist ausgelaugt und versehrt. Dennoch droht erneut ein offener Krieg zwischen Nord und Süd auszubrechen.

Staatsgründung Südsudan

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Glückwunsch, es ist ein Staat

Der Südsudan ist das 193. Land, das den Vereinten Nationen beigetreten ist. Der jüngste Staat Afrikas wird aber von schweren Hypotheken belastet. Ob die blutige Vergangenheit, ethnische Konflikte oder der Öl-Streit mit dem Norden: Präsident Kiir stehen raue Zeiten ins Haus.

Sudan und die Afrikanische Union

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Mind Your Own Business

Im Sudan eskaliert die Gewalt. Hunderttausende wurden vertrieben. Mit der Eskalation schlägt die Stunde der Afrikanischen Union (AU) unter Thabo Mbeki. Der ehemalige südafrikanische Staatspräsident hat den Konflikt zum Schauplatz einer irrwitzigen Agenda auserkoren, die am Ende Tausende das Leben kosten könnte.

Streit um Abyei

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Ein Land am seidenen Faden

Akut droht kein neuer Krieg im Sudan. Doch die Politik des Nordens - Friedensrhetorik gepaart mit immer neuer Gewalt - wird mittelfristig zur Destabilisierung beitragen. Darüber können auch diplomatische Beschönigungen nicht hinwegtäuschen.

Konflikt in Abyei

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Nur keine Panik

Die aktuellen Konflikte um die Grenzprovinz Abyei sollten nicht überbewertet werden. Der Nordsudan wird weiterbestehen, der Süden wird mittelfristig bereuen, den Weg der Unabhängigkeit gegangen zu sein. Die internen Machtkämpfe haben bereits begonnen.

Umsturz in Sudan

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Wir haben die Nase voll

Auch im Sudan könnte es zu einer Revolution wie in Tunesien oder Ägypten kommen. Die Jugend ist frustriert, viele Menschen vom steigenden Wohlstand ausgeschlossen. Auch wenn Staatschef Al-Bashir vordergründig mit harter Hand gegen Proteste vorgeht, muss er um seine Macht zittern.

 
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