Wikileaks demonstriert die politische Macht des Netzes. Bits gegen Bytes, Nullen gegen Einsen: Wenn an ganz normalen Tagen die Ampeln verrücktspielen und sich die elektronische Tür zum Atomwaffenbunker nicht mehr öffnen lässt, dann haben vielleicht staatlich engagierte Hacker ihre Finger im Spiel.
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Immer mehr Verbrechen finden im Internet statt. Zur Bekämpfung gibt es eine vielversprechende Strategie – bei der Regierungen vorangehen müssen.
Die größte Bedrohung für die globale Ölindustrie sind keine bombenden Attentäter, sondern staatlich organisierte Cyber-Angriffe.
Bislang hechelt das Völkerrecht der technischen Entwicklung hinterher. Digitale Attacken sind längst möglich, werden aber vom Recht nicht erfasst. Dabei könnte es bereits mehr Vorfälle gegeben haben, als wir denken.
Die Mehrheit aller Netzbetreiber hat bereits Erfahrungen mit Cyberattacken. Während ein digitaler Krieg nur denkbar ist, sind digitale Verbrechen an der Tagesordnung. Allein: Es fehlt an Problembewusstsein.
So richtig es ist, übertriebener Panik vor Cyberattacken Einhalt zu gebieten, so wichtig ist dennoch ein Wort der Warnung. Anders als behauptet sind Hackerangriffe durchaus dazu geeignet, massiven Schaden anzurichten. Sie können anonym durchgeführt werden und gefährden nicht zwangsläufig eigene Server.
Die in den Medien verbreitete Angst vor einem kommenden oder bereits stattfindenden Cyberkrieg ist Blödsinn. Zunächst einmal wird es keinen elektronischen Krieg geben, denn der ist etwas anderes als die befürchtete Industriespionage. Und auch in der Zukunft ist elektronische Kriegsführung nicht sinnvoll.