„Papst Benedikt hat ein waches Gespür für das, was eine Gesellschaft lebenswert macht und im Innersten zusammenhält.“ Robert Zollitsch
Ein Gespenst geht um in Europa. In immer mehr Ländern sind Rechtspopulisten an der Regierung oder in den Parlamenten. Die FPÖ in Österreich, Jean-Marie Le Pen in Frankreich, Geert Wilders in den Niederlanden oder Jimmie Åkesson in Schweden: Klassisch konservative Parteien werden rechts überholt.
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Vor einigen Monaten noch wurden verschleierte Frauen in Kairo als Speerspitze der progressiven Reform gefeiert; inzwischen ist Europa zur Islamophobie zurückgekehrt. Unter dem Deckmantel der kontroversen Debatte werden Ansichten salonfähig, die in der pluralistischen Demokratie nichts verloren haben.
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Wie viel Populismus verträgt eine Gesellschaft? Der Prozess gegen Geert Wilders in den Niederlanden wirft neue Fragen auf. Der Freispruch macht den Populisten stärker - und weist in eine bedenkliche Richtung. Wir werden zur Misstrauensgesellschaft.
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Die von der Rechten tolerierte Minderheitenregierung tut dem politischen Klima in den Niederlanden nicht gut. Der Populist Wilders vergiftet das Klima und das Land muss um seinen Ruf bangen. Zeit für Veränderungen.
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Von Islam-Kritikern wie Geert Wilders in den Niederlanden, Henryk M. Broder oder Ayaan Hirsi Ali ist gegenwärtig wenig zu hören. Die Revolutionen in den arabischen Ländern lassen ihr Weltbild wanken – eine Antwort haben sie auf die veränderte Welt noch nicht gefunden.
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Österreich, ein Sonderfall? Nein. Rechte Parteien sind in ganz Europa auf dem Vormarsch. Sie betonen das Recht auf Selbstbestimmung und wenden sich gegen eine Gutmenschendoktrin, die notwendige Debatten zu unterbinden versucht.
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Rechte Parteien versuchen, mit einer angeblich christlich-europäischen Tradition Stimmung zu machen. Dabei geht es ihnen nicht um das, was uns zusammenhält sondern und das, was trennt. Ihr Credo heißt Ausgrenzung und Diffamierung. Das ist zutiefst anti-europäisch.