Die Islamkonferenz ist gescheitert - Opposition und Migrantenverbände sind mit dem neuen Innenminister Friedrich und seinen Ansichten zum Islam unzufrieden. Dabei brauchen wir mehr denn je eine öffentliche Integrations-Debatte, denn jeder fünfte Deutsche hat einen Migrationshintergrund.
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Fakt ist: In Deutschland ist die soziale Mobilität eher gering ausgeprägt. Ähnlich gering oder geringer als der Anteil von Frauen in Unternehmen ist auch der von Migranten im öffentlichen Dienst oder anderen Teilen der Gesellschaft. Dabei ist jeder fünfte Deutsche nicht von hier - ein Plädoyer für die Migrantenquote.
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Die Integrationsdebatte wird immer mehr zu einer Islamdebatte. Dabei leben die meisten Muslime ganz unprätentiös und modern ihren Glauben. Mit diesen Menschen muss die Politik in den Dialog treten und Integrationspolitik diskutieren - und kann damit gleichzeitig den Fundamentalisten das Wasser abgraben.
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So viel politisches Porzellan wie Hans-Peter Friedrich mit nur einer Konferenz zu zerschlagen, ist rekordverdächtig. Auf einmal geht es nur noch um eine Sicherheitspartnerschaft. Mehr noch: Friedrich versucht sinnloserweise, Muslime vom Islam zu trennen.
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Deutschland braucht ein Ministerium für Einwanderung und am besten auch eine europäische Islamkonferenz. Erst dann kann eine notwendige Debatte gut koordiniert werden. Dabei zeigen die Unruhen in vielen arabischen Ländern, wie gerade jetzt Vorurteile abgebaut werden könnten.
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Mit der Islam-Debatte verachtet die Politik die Tatsache, dass türkischstämmige Unternehmen einen sehr wichtigen Wirtschaftsfaktor für den Standort Deutschland bilden, denn sie stellen circa 400.000 Arbeitsplätze in mehr als 120 Sektoren. Die Islamkonferenz sollte sich auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Förderung der Deutsch-Türken konzentrieren und die Debatte um die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, beiseitelassen.
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Schlechter hätte die Deutsche Islamkonferenz für Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich kaum beginnen können, könnte man meinen. Die SPD ruft die muslimischen Teilnehmer zum Boykott auf, die FDP verlangt die Verlegung in ein anderes Ministerium, die Linke hält es für gescheitert, die Grünen für eine Frechheit, Migrations- und Islamforscher sind irritiert. Und die Muslime?