Telefonbücher dicker als die Encyclopædia Britannica: Wenn es das Zusammenleben von Dutzenden Millionen Menschen in einer Stadt zu organisieren gilt, ist ein Adressverzeichnis noch das kleinste Problem. Wie die Megacitys der kommenden Dekaden gestaltet sein müssen, darüber wird schon heute heftig gestritten. Von Reißbrettutopie bis Slumapokalypse ist alles möglich.
Mit den Städten wachsen auch die Slums. Sie erfüllen in modernen Städten eine wichtige Funktion: Kleinunternehmer stellen die Ressourcen und Dienstleistungen bereit, die Wirtschaftswachstum ermöglichen. Zu Recht entwickeln die Bewohner der Slums ein Selbstbewusstsein als wichtiger Teil der urbanen Gesellschaft.
Schon heute verbrauchen Städte zwei Drittel der weltweiten Energie. Die Stadt der Zukunft muss sich gesundsparen. Ziel ist die Senkung des Energieverbrauchs und die Steigerung der Effizienz. Dabei kommt den Megacitys von morgen eine Schlüsselfunktion zu.
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Megastädte werden überschätzt. Die Städte der Zukunft werden sich weniger über die Ballung von Macht und Menschen definieren als über die Einbindung in globale Netzwerke und die effiziente Nutzung von vorhandenen Ressourcen. Klein, aber fein ist das Motto des 21. Jahrhunderts.
Megacitys werden immer wichtiger. Mit Größe und Wirtschaftskraft wächst auch die politische Macht. Das 21. Jahrhundert wird nicht von Nationalstaaten dominiert werden, sondern von wichtigen urbanen Zentren. Statt Landesparlamenten regieren uns zukünftig Stadträte.
Je größer Städte werden, desto wichtiger wird der soziale Zusammenhalt. Parks und Grünanlagen sind unentbehrlich, um sich vom stressigen und lauten Alltag in der grünen Lunge der Stadt zu erholen und gemeinsam zu entspannen. New York macht schon heute vor, worauf es in Zukunft immer mehr ankommen wird.
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Megastädte bieten als Zentren ökonomischer Prosperität und steigender politischer Bedeutung enorme Potenziale für die Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung im globalen Maßstab. Um die Chancen zu nutzen, müssen jedoch die ökologischen und sozialen Risiken bewältigt werden. Dieses Ziel liegt in weiter Ferne.