„Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen und Gott und dem Evangelium mehr als dem Papst.“ Hans Küng
Die Kuhdörfer Europas schielen neidisch nach Finnland: Ein neues Gesetz verspricht dort jedem Staatsbürger Zugang zum Internet. Wenn ein Leben ohne Netz nicht mehr denkbar scheint, muss es Menschenrecht werden - um jeden Preis. Mehr Kabel, mehr Satelliten müssen her, denn nur so wird der Mensch mündig.
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Laut BGH gehört ein Internetzugang zur Lebensgrundlage. Doch in der Berechnung des ALG-II wird das Grundrecht auf Internet immer noch ausgeklammert.
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Das Netz ist das mächtigste je von Menschen geschaffene Werkzeug der Aufklärung. Es ist essenziell, sich bewusst zu machen, dass Zugang zum Internet – und vor allem auch Breitbandzugang – für soziales und wirtschaftliches Wachstum mitverantwortlich ist.
Kein Internet, keine Teilhabe an der Weltwirtschaft. Regierungen, die sich den Chancen des Netzes verschließen, werden vom globalen Ideenwettbewerb ausgeschlossen. Nur wer hungrig auf diese Möglichkeiten ist, profitiert vom digitalen Gedankenaustausch.
So nötig universeller Zugang zum Internet auch ist: Andere Menschenrechte sind wichtiger. Wer Hunger und Durst leidet, dem hilft auch das Netz nicht. Auch im Zeitalter der Kommunikation gilt es, zunächst grundlegenderen Menschenrechten Geltung zu verschaffen.
Ohne Internet geht in modernen Gesellschaften nichts mehr voran. Deshalb haben alle Finnen nun ein einklagbares Recht auf eine bezahlbare Breitbandverbindung. Andere Länder werden unserem Beispiel folgen, denn unsere Gesellschaften leben von der Verbindung unter- und zueinander.