Die Vergewaltigung einer jungen Frau in Indien durch mehrere Männer Ende 2012 war nur die Spitze des Eisberges – laut der UNODC werden weltweit jedes Jahr mehr als eine Million Vergewaltigungen verübt. In unseren Gesellschaften läuft offensichtlich etwas falsch – aber was? Was sind die Ursachen dieser allgegenwärtigen „rape culture“ und was kann gegen sie getan werden?
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Opferabo reloaded! In Indien ist eine Schweizerin brutal vergewaltigt worden. Und wieder überlegt Mann, was sie falsch gemacht hat.
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Regeln, die für respektvolles, zwischenmenschliches Verhalten gelten, werden durch eine Vergewaltigung brutal außer Kraft gesetzt. Viele, die diesen Verlust der Kontrolle über die Situation und den eigenen Körper erlebt haben, entwickeln eine Posttraumatische Belastungsstörung.
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Der Begriff rape culture ist immer noch angemessen, um eine Kultur, die sexuelle und sexualisierte Gewalt banalisiert, zu beschreiben – aber nur, wenn er erweitert wird und auch Männer als Betroffenengruppe anerkennt.
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Das Bild von Vergewaltigungen, das in unserer Gesellschaft vorherrscht, hat mit der Realität wenig gemein – und es sorgt mit dafür, dass Opfer sexueller Gewalt ausgegrenzt werden.
Frauenfeindlichkeit ist ein Grundübel der indischen Gesellschaft. Doch bei den Protesten nach dem Tod der 23-jährigen Studentin aus Delhi geht es nicht zuvorderst um Geschlechtergerechtigkeit, sondern um politische und wirtschaftliche Teilhabe.