Das Feuilleton schafft sich ab. Lange vorbei sind die goldenen Jahrzehnte, in denen die großen Fragen – etwa der Historikerstreit – die Zeitungen geprägt haben. Buchbesprechungen und TV-Kritiken füllen jetzt die Seiten.
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Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft bietet viele Chancen für das Feuilleton. Dieses muss sich nun zu einem Ort entwickeln, an dem soziales Verhalten ausgehandelt wird – so kann es uns die Angst vor einer immer komplexeren Welt nehmen.
Vom Tod des politischen Feuilletons kann keine Rede sein – das beweisen sogar wissenschaftliche Studien.
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Statt Austausch von Wissen und Denken bietet das Feuilleton nur noch Informationen. Wer sinnfreie Unterhaltung will, schaltet besser den Fernseher ein – oder isst ein Nutella-Brot.
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Das Feuilleton ist nicht tot, sondern die Zukunft des Zeitungsjournalismus. Denn oft werden genau hier die richtigen Fragen gestellt, über deren Nachdenken sich uns die Welt erschließt.