Die EU wurde mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die Freude darüber ist fast so groß, wie die Angst vor der Krise. Werden wir der Bedeutung des Preises tatsächlich gerecht oder ist die Auszeichnung nur ein letzter Blick auf die goldene Vergangenheit der Union?
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Eine Rückkehr zum Nationalstaat kann es nicht geben, die Zukunft der Demokratie liegt in Europa. Der Friedensnobelpreis war folgerichtig.
Historisch ist der Friedensnobelpreis für die EU angemessen. Für die Zukunft muss die Union es allerdings lernen, auch die Menschenrechtsprobleme in den eigenen Mitgliedstaaten anzusprechen.
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Wer mit Bomben befrieden will und Panzer in alle Welt verschifft, hat den Friedensnobelpreis nicht verdient. Abstruser wäre nur der Wirtschaftsnobelpreis für die Bewältigung der Euro-Krise gewesen.
Der Friedensnobelpreis für die EU ist gerechtfertigt – doch wir dürfen uns auf den Vorschusslorbeeren nicht ausruhen. Denn oft genug leben wir nicht vor, was wir von anderen verlangen.
Sechs Jahrzehnte Frieden sind ein guter Grund, der EU den Friedensnobelpreis zu verleihen. Zugleich offenbart der Preis aber auch die gegenwärtige Schwäche der Union.
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Der Friedensnobelpreis für die Europäische Union ist berechtigt: In Zeiten der Krise wird zu schnell verdrängt, was bereits erreicht wurde. Der Preis ist aber auch mit einem Arbeitsauftrag und einer Warnung verbunden.