Bolognareform, Exzellenzinitiative, Studiengebühren, Doppeljahrgänge – Herausforderungen und Veränderungen für die Unis, wohin das Auge blickt. Was müssen Universitäten heute leisten, was bleibt von ihrer gesellschaftlichen Aufgabe, wenn die Tauglichmachung für die Wirtschaft in den Vordergrund rückt und individuelle Entwicklung in den Hintergrund tritt?
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Je komplexer die moderne Welt wird, desto wichtiger sind Geisteswissenschaftler. Wir müssen Orchideenfächer jetzt fördern.
Deutschland ist ein rohstoffarmes Land, Bildung daher von höchster Wichtigkeit. Wettbewerb zwischen den Hochschulen hilft, ihre Qualität zu sichern und zu steigern.
Ein Hochschulstudium ist auch nach Bologna keine Berufsausbildung. Bei der Umsetzung der Reformziele sind allerdings auch die Hochschulen in der Pflicht. Sie tragen eine Mitverantwortung für die Ergebnisse.
Trotz aller Fehler in der Umsetzung, geht es nicht darum, Bologna per se infrage zu stellen. Die Exzellenzinitiative ist ein Beispiel dafür, wie Hochschulpolitik auch gehen kann.
Die Universität zweifelt an ihrem Zweck. Daher sollte man sich erst das Ziel universitärer Lehre klarmachen, bevor man sich der Organisation derselben widmet.
Bologna muss oft als Sündenbock herhalten. Dabei begann der Wettbewerb zwischen den Hochschulen schon vor mehr als 20 Jahren. Vielleicht muss der Karren erst an der Wand landen, damit über eine qualitative Studienreform nachgedacht werden kann.